
13.11.2011 VSG findet gegen Leipzig nicht ins Spiel
VSG COBURG/GRUB vs. L.E. Volleys Leipzig 0:3
(18:25; 22:25; 18:25)
Der dritte Heimsieg sollte es werden, doch eine schwache Leistung der Mannschaft um Trainer Milan Maric sorgte für die dritte Niederlage in Folge, die erste Heimniederlage der Saison. Die hochmotivierten Sachsen aus Leipzig hatten über den gesamten Spielverlauf die Nase vorne und zeigten eine konstante Leistung.
Erstmals mit Phillip Schuhmann als Libero in der Startaufstellung konnten die Gastgeber zuerst gut mithalten und zeigten dem Gegner, wer in der Coburger Ballsporthalle die Hausherren sind. Druckvolle Aufschläge, aktive Blockarbeit sowie sehenswerte Angriffsaktionen liesen auf eine spannendes Spiel hoffen. „Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.“ Schon früh im ersten Satz konnten sich die Gäste mit zwei Punkten einen kleinen Vorsprung erkämpfen. Verunsicherung machte sich plötzlich und unerklärlicher Weise bei der VSG breit.
Starker Gegner
Taktisch kluge Aufschläge setzten die Gastgeber derart unter Druck, das Trainer Maric gezwungen war, frühzeitig seine Auszeiten einzusetzen. Hier versuchte er die Spieler neu auf den stark und ehrgeizig spielenden Gegner einzustellen, doch vergebens. Zu durchsichtig war das Spiel, nach dem starken Anfang, konnten sich die Spieler im Angriff nur schwer durchsetzen und machten letztlich auf allen Positionen zu wenig Punkte. „Das Leipzig den Satz mit 18:25 gewonnen hat geht bei der schwachen Leistung von uns schon in Ordnung“ sagte Außenangreifer Benjamin Kucera nach dem Spiel.
Der Trainer reagiert
Die schwache Leistung der VSG ließ Trainer Maric reagieren. Ickerott und Henke ersetzten Meuter und Kucera, die im ersten Satz nicht überzeugen konnten. Die neue Aufstellung begann jedoch unverhofft schwach. Bei 0:4 nahm Maric schon seine erste Auszeit. So hatten sich sowohl die knapp 700 Zuschauer als auch der Trainer die vorgenommen Spielerwechsel sicher nicht vorgestellt. Zwar gab es keine direkten Annahmefehler, aber eine letztlich zu unpräzise Annahme sorgte dafür, das Patrick Speta seine Angreifer nicht gewinnbringend in Szene setzen konnte.

Volleys zufrieden
Verdient ging letztlich auch der zweite Satz an die Gäste, wenn man dem Steffen Busse glauben darf: “ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die sich hier heute sehr kämpferisch und ehrgeizig gezeigt hat”, erklärte der Trainer der L.E. Volleys nach dem Spiel. 22:25 lautete der Endstand im zweiten Satz, in dem die Gastgeber trotz neuer Aufstellung nicht zur gewohnten Form fanden.
Finito
Satz drei ist schnell erzählt. Die Leistung der Gäste blieb unverändert, die der Gastgeber allerdings auch. Trainer Maric brachte zwar Mitte des dritten Satzes noch Timo Köhler für Patrick Speta im Zuspiel, Torsten Spiller für Lukas Gudas sowie Steffen Reinsch als Libero, doch auch sie konnten die drohende Niederlage nicht mehr abwenden. Nach 78 Spielminuten ging auch der dritte Satz an die Gäste, die am Ende verdient mit 3:0 gewonnen haben.
Es kommt also viel Arbeit auf die VSG zu, um in der Tabelle nicht noch weiter abzurutschen. Am kommenden Samstag sind die Oberfranken zum bayerischen Derby beim ASV Dachau zu Gast. Hier soll die Niederlagenserie endlich beendet werden und wieder etwas Selbstvertrauen gesammelt werden. “Wir haben im Training viel zu tun, um unsere Schwächen aus dem heutigen Spiel auszubügeln”, kündigt Trainer Maric eine harte Trainigswoche an.
Stimmen zum Spiel:
Milan Maric
“Ich bin sehr enttäuscht von der Leistung, die meine Mannschaft heute gezeigt hat. Leipzig hat verdient gewonnen, allerdings haben wir es ihnen auch nicht wirklich schwer gemacht. Wenn nur eine Mannschaft auf dem Feld steht, kann auch nur eine Mannschaft gewinnen.”
Steffen Busse (Trainer L.E. Volleys)
“Ich freue mich über die konzentrierte und engagierte Leistung meiner Jungs, die heute gezeigt hat, dass sie kämpfen kann. Ich bin sehr stolz auf diesen Sieg und die Mannschaft.”


















