The Boys are back in Town

VSG Coburg / Grub - VCO Kempfenhausen 3:0 (25:12/25:22/25:18)
Spiel vom 27.11.2011

a99a6510Vor fast 500 Zuschauern konnte die VSG Coburg/Grub am vergangenen Samstag wieder mit einem trickreichen und schönen Volleyballspiel einen verdienten Sieg einfahren und den einzigen Heimsieg an diesem Spieltag in der 2. Volleyball-Bundesliga erzielen. Allen Unkenrufen zum Trotz, die gar schon das Abstiegsgespenst gesehen haben wollten, zeigten die Vestestädter gestern Abend, dass sie es drauf haben. Sie vernichteten die jungen Internatsvolleyballer der VCO Kempfenhausen mit drei glatt gewonnenen Sätzen. Es ging zwar im jedem Satz der erste Punkt an den VCO, aber am Ende der Satzgewinn an die Coburger Volleyballer. Auf der Libero-Position ließ Trainer Milan Maric auch diesmal wieder Beni Kucera in der Startposition auflaufen, was sich als gut und richtig herausstellte. Philipp Schuhmann zeigte auch im Laufe des Spiels seine Liberoqualitäten, um gegen seine ehemaligen Internatskollegen zu kämpfen.

Ganz klar gewonnen!

a99a6810Der erste Satz war vom trickreichen Spiel der VSGler geprägt, mit Monsterhämmern und Turboblocks wurden die jungen Kempfenhausener stets mit mindestens zwei bis vier Punkten hinten gehalten. Beim Block zum 5:3 kugelte sich Max Meuter den kleinen Finger aus, was in einer „Sofort-Reparatur“ aber wieder eingerenkt werden konnte und er wieder aufs Spielfeld durfte. Beim Stand von 10:4 hatten die „Men in Black“ wieder richtig Fahrt aufgenommen. Ein doppeltes Ass von Lukas Gudas (15:8) und ein Bleiblock von Max Kessel zum 17:9 deklassierte die Kempfenhausener, die immer müder schienen. Beim 23:11 kam das VSG-Urgestein und Punktegarant Torsten Spiller ins Spiel: Aufschlag und Punkt (23:11). Trotz eines abgewehrten ersten Satzballs ging der erste Satz mit 25:12 an die VSG Coburg/Grub.

Lukas Gudas haut 'rein!

Der zweite Satz lief etwas holprig an. Zwei von den Schiedsrichtern angezeigte Doppelfehler brachten keinen Punkt für eine Mannschaft, aber Verwirrung. Ein Ass vom Max Kessel zum 8:5 machte es aber allen klar, die VSG war wieder da. Auch der 2,01 m große Litauer Lukas Gudas schmettert in alter Höchstform (11:6). Mitte des Satz kam der Zuspieler Timo Köhler zum Einsatz. Zwei Aufschläge – zwei Punkte (18:11). Die VSG-Volleyballer kämpften und punkteten um jeden Ball, auch schon mal im generischen Feld, wie Hansi Nürnberger, aber leider auch mal vergeblich. Jetzt nahm Trainer Maric Steffen Reinsch als Aufschläger ins Boot. Ein abgewehrter erster Satzball, aber Lukas Gudas macht’s und der Satz geht verdient mit 25:22 an die Coburger.

VSG deutlich besser

a99a7504Im dritten Satz fackelte die VSG-Truppe erst gar nicht lang und ging mit 4:1 in Führung. Die VCO Kempfenhausen zeigte trotz einiger leichter technischer Fehler ihren Kampfgeist und holte auf, was aber die Jungs von Trainer Milan nicht schreckte. Beim 9:9 konnte wieder ausgeglichen werden. Nun war wieder Steffen Reinsch am Aufschlag, die VCO-Annahme verschlug den Ball, den Trainer Milan dann auf der VSG-Seite fing. Punkt für Coburg. Die jungen Volleyballer der Kempfenhausener Talentschmiede wirkten zwar zeitweise etwas ungelenk, konnten aber immer wieder ausgleichen (11:11). Dann aber legten VSG-Volleyballer so richtig los. Zwei Aufschlags-Asse von Nürnberger und es stand 14:11. Zwar kämpften die VCOler verbissen, aber das Glück und das Geschick lagen auf Seiten der Coburger. Dann kam Philipp Schuhmann als Libero ins Spiel und durfte gegen seine ehemalige Mannschaft punkten, Marko Henke war am Aufschlag (23:14). Die VCO Kempfenhausen setzte sich mit einem taktischen Aufschlag zwar noch einmal zur Wehr und ergatterten einen Punkt (23:17), aber das nützte ihnen nichts mehr. Jonas Ickerott am Aufschlag, erster Satz- und Matchball von Kempfenhausen noch abgewehrt, aber der Punktegarant Lukas Gudas machte dann alles klar und den Sack zu: 25:18. Die VSG Coburg/Grub gewinnt dieses Heimspiel mit einem Arbeitssieg und behielt die, für sie so wichtigen zwei Punkte in Coburg und somit auch den 10. Tabellenplatz, der sich jedoch im Laufe des Sonntagnachmittags noch ändern könnte, da der acht-platzierte (Rüsselsheim) gegen den 9.ten, den TSV Friedberg, antreten muss.

 

Stimmen zum Spiel:

a99a7785Richard Hesse (Spieler VCO Kempfenhausen): Es ist keine Schande zu verlieren, wir waren auch von der Kulisse hier etwas beeinflusst. Es war auch zusätzlich schwer zu spielen, da wir ersatzgeschwächt auf drei Spieler verzichten mussten (zwei krank, einer verletzt). Es war hier bei der VSG eine Supermöglichkeit für uns. Wir verlieren ja nicht nur glatt, wie das Spiel gegen Delitzsch gezeigt hat, die nur sehr knapp gewonnen haben.

Timo Köhler (Zuspieler VSG Coburg/Grub): Es war heute ein Pflichtsieg mit zwei wichtigen Punkten. Wie auch der Trainer gemeint hatte, war es nach vier in Folge verlorenen Spielen, wie ein erneuter Einstieg in die 2. Bundesliga.

Peter Pillmann (Teammanager der VSG): Wir kommen wieder in den Tritt, ich hab’s genau gespürt. Ist mein untrügliches Bauchgefühl. Bin heute sehr zufrieden mit den Jungs.

Max Kessel (VSG-Spieler), auf die Frage ob er zufrieden sei und wie er das Spiel beurteilt: Gewonnen!!! Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.

Hansi Nürnberger (VSG-Spieler), ob er was zum Spiel sagen möchte: Einfach geil! Es war super heute!

Anja Dehler (Vorsitzender des Fanclub Hölle Nord): Ein hervorragendes Spiel und ein sehr wichtiger Sieg. Ob vielleicht die Motivation bzw. der „Anpfiff“ meines Mannes diese Woche auch dazu beigetragen hat??

Special Guest

 

a99a6107Elli Hirsch, Grub am Forst: Ich bin sehr stolz, besonders auf meinen Enkel Torsten (Frau Hirsch hatte an diesem Tag (am 26.11.) ihren 88. Geburtstag und sah heute das erste Volleyballspiel ihres Lebens. Sie ist die Oma von VSG-„Oldie“Torsten Spiller).

 

 

 

 

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