VSG Coburg/Grub - VYS Friedrichshafen 3:1 (25:21 / 19:25 / 25:18 / 25:21) von Jeannette Feyler

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a99a6151Was für ein Volleyball –Krimi in der HUK-Arena. Am Samstag trafen die Coburger Volleyballer auf die VolleyYoungStars aus Friedrichshafen. Ein erneuter 3:1-Heimsieg für die VSG Coburg/Grub in der HUK-Arena. Und sie haben somit auch zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf zu Hause behalten. Bereits im Hinspiel mussten sich die jungen Nachwuchsspieler vom Bodensee geschlagen geben. Aktuell stehen die Coburger jetzt auf Platz 10 der Bundesliga-Tabelle und haben einen Platz gut gemacht.

Starke Coburger

Nach einem erfolgreichen Rückrundenstart am vorangangenen Wochenende gegen den TSV Friedberg hatten die Jungs von YoungStars-Trainer Adrian Pfleghar erneut hart trainiert und sich mit großer Motivation auf die Partie gegen die Maric-Truppe vorbereitet, ihnen war klar, dass Coburg ein starker Gegner ist. Sie wollten das Beste aus sich herausholen, konnten aber nur einen Satz für dich entscheiden.

Klassentreffen

a99a6255Der ehemalige Häfler-Zuspieler Patrick Speta kam ja aus der Kaderschmiede Friedrichshafen. „Klar freuen wir uns Paddy (Patrick Speta) wieder zu sehen“, sagte Harms. „Wir waren motiviert und haben alles daran gesetzt um zu gewinnen.“ Doch dies ließen die Vestestädter an diesem Tag nicht zu. Vor 460 Zuschauern und mit den Trommeln der VSG und Sambajuco im Rücken zeigten die VSGler Volleyballkost der Extra-Klasse.

Der Neue

Die Fan waren natürlich auch gespannt, ob der Neuzugang Evgeny Metelsky eingesetzt würde, was natürlich auch geschah. Der 20-jährige Potsdamer, der aus einer Volleyball-Familie stammt (seine Mutter spielte bereits in der Jungendnationalmannschaft) zeigte, dass die VSG-Verantwortlichen und der Trainer Milan Maric ihn zu Recht nach Coburg holten. Er brachte die Ruhe ins Spiel, überzeugte mit seiner Wucht und Sprungkraft und punktete.

1. Satz 25:21

Dieser Satz ging zu recht an die Coburger. Die VSG machte den ersten Punkt und hielt einen Vorsprung bis zum Endes des Satzes. In der Startaufstellung stand auch diesmal wieder Beni Kucera als Libero auf dem Feld. Die Coburger zeigten Kampfgeist und pure Spielfreude. Beim 8:8 konnten die YoungStars einmal sogar ausgleichen, denn die Halle war für den Außenangreifer Marko Henke nicht hoch genug. Max und Marko zeigten beim 17:13 einen Traumblock. Lukas Gudas war an diesem Tag in Toppform, er spielte sehr kraftvoll. Ein Aufschlag-Ass von ihm führte zum 23:19. Der erste Satzball wurde von den Friedrichshafenern zwar noch abgewehrt (24:21). Doch ging dieser Satz dann verdient mit 25:21 an die VSG-Jungs.

2. Satz 19:25

a99a6805Ein Ass von Hansi Nürnberger machte das 3:1 klar. Dann konnten die Young Stars beim 3:3 und 4:4 ausgleichen und beim 4:6 erstmals die Führung übernehmen. Die VSG zeigte einige Schwierigkeiten in der Annahme, was aus dem 7:9 resultierte. Zu diesem Zeitpunkt forderten die VSG-Fans schon mit lauten „punkten punkten“-Rufen ihre Jungs auf, sich nicht unterbuttern zu lassen. Aber die Friedrichshafener verwalteten ihren Vorsprung und hatten sichtlich Spaß am Spiel. Beim 13:18 lässt Trainer Milan, den Kapitän Torsten Spiller auflaufen. Seine beiden Aufschläge sitzen und führen zu zwei Punkten (15:18). Seine Hecht-Sprung über die Bande brachte zwar spontanen Szenenapplaus, aber leider keinen Punkt mehr. Zu diesem Zeitpunkt verpasste es die VSG mehr Druck aufzubauen. Die VYS Friedrichshafen spielten sich in einen wahren Rausch. Beim Stand von 16:22 lässt der VSG-Trainer erstmals den neuen Außenangreifer Evgeny Metelsky zum Zuge kommen. Er brachte etwas Ruhe ins VSG-Spiel. Auch der erneute Wechsel von Max Kessel und Steffen Reinsch beim 19:23 ließ die Partie nicht mehr auf VSG-Seite kippen. Satzball und Satzgewinn beim 19:25 für die Youngster aus Friedrichshafen.

3. Satz 25:18

Diesen Satz ließen die VSG-Spieler etwas zu lax angehen und es hieß gleich 1:3. Sie profitieren lediglich von den Fehlern der YoungStars. Der Trainer nimmt beim 4:3 Jonas Ickerott vom Feld und schickte Evgeny Metelsky rein. Ein Glückfall, dieser Blitztransfer. Er entpuppte sich als Punktegarant und brachte die nötige Ruhe und Souveränität ins VSG-Spiel. So war es bis zum 12:12 ein Spiel auf Augenhöhe. Das Zuspiel der Vestestädter wurde nun im genauer, was auch zu Punkten führt (16:13). Die Aufschläge von Hans-Peter Nürnberger krachen übers Netz (18:16). Die VYS ist eine junge Mannschaft, gegen die man sicher gewinnt, wenn sie drei oder vierer Punkte hinten liegen. Man konnte sehen wie sie zunehmend die Lust verloren, so VSG-Vorstand André Dehler. Der 1. Satzball konnte von der VSG in bare Münze verwandelt werden und so ging der 3. Satz mit 25:18 klar an die Coburger.

4. Satz 25:21

a99a6809Dieser Satz war an Spannung nicht zu überbieten. Man sah Monsterblöcke und Schmetterbälle von Lukas Gudas und Max Kessel. Aufschlags-Asse von Hansi Nürnberger und die ungeheuere Sprung-Kraft von „Schenja“ Metelsky. Die VSG machte von Anfang an Druck und die Youngs Stars viele Fehler. Ein wunderschönes Zuspiel über Diagonal führte zum 16:9 für die VSG. 21:13 – Die Coburger Volleyballer spielten sich in einen Rausch. Beim 23:15 kam nochmals der VSG-Kapitän Spiller auf Feld, leider ohne zu punkten. Ein Ass von YoungStar Sven Metzger führte zum 23:18. Zu diesem Zeitpunkt hielt es bereits niemanden der 460 VSG-Fans mehr auf seinem Sitz. Drei Matchbälle wurden noch von den Friedrichshafenern abgewehrt (24:21). Die HUK-Arena kochte. Die VYS hatte Aufschlag und der Ball ging ins Netz. Es hieß 25:22 für die VSG Coburg/Grub. Und somit war das erste Heimspiel im neuen Jahr in trocknen Tüchern und die zwei Punkte bleiben in Coburg.

Stimmen zum Spiel:

VYS-Trainer Adrian Pfleghar: Das war es sehr schönes Spiel heute. Es hat gezeigt das die Coburger durchaus das Zeug haben, diese Liga zu halten.
VSG-Libero Beni Kucera: Evgeny Metelsky hat uns heute den Kick gegeben. Ich bin sehr froh über diesen Sieg, er gibt uns unser Selbstvertrauen in unsere Stärke wieder. Das Abstiegsthema ist aber noch nicht vom Tisch. Wir wollen aber nicht zu pessimistisch sein. Fragen sie mich nach den anderen 12 Spielen noch mal. Aber ich glaube, dass wir es schaffen werden in der 2. Bundesliga zu bleiben.


a99a7180Lukas Hübner (13), VSG-Fan aus Grub am Forst: Das Spiel fand ich sehr schön. Ich finde ja auch die neue große Halle sehr cool, hab ja selber mal Volleyball gespielt. Verstehe aber nicht, warum sie heute immer wieder die Banden-Werbung umgeworfen haben.

Heiko Hartmann (36) aus Kulmbach, VSG-Fan:Jedes Spiel wird vorab im Kopf mental entschieden. Diesmal war wieder die VSG mental stärker und hat verdient gewonnen.

Peter Pillmann, VSG-Teammanager: Ich bin froh über unseren Heimsieg. Er war sehr wichtig für die Jungs. Ich bin jetzt richtig erleichtert.

Frank Heumann, Fotograf der VSG: Evgeny Metelsky brachte heute die nötige Ruhe ins Spiel und tat allen gut. Dieses Spiel heute war Werbung für den Volleyball-Sport in Oberfranken, es hätte aber mehr Zuschauer verdient.

Klaus Köhler, VSG-Kassier und Hallensprecher: Ich bin froh über diesen Blitztransfer von Evgeny Metelsky. Es hat sich gezeigt, dass wir genau das richtige Händchen hatten, ihn zu verpflichten.

VSG-Außenangreifer Evgeny Metelsky: Es ist sehr schön hier zu sein. Coburg gilt im Sport ja als Highlight. Ich bin zwar noch nicht ganz so fit, aber es hat heute einfach Spaß gemacht hier zu spielen. Die Facebook-Diskussion über meine Person ist mir unverständlich (siehe VSG-Homepage/facebook).

VSG-Trainer Milan Maric: Ich wusste schon, dass es wieder ein schweres Spiel werden würde, aber welches Spiel in dieser Liga ist schon leicht. Es ging darum, das umzusetzen, was wir im Training geübt haben. Und genau das haben wir gezeigt und auch verdient gewonnen.

VSG Coburg/Grub – VYS Friedrichshafen 3:1 (25:21 / 19:25 / 25:18 / 25:21)

VSG Coburg/Grub: Speta, Köhler, Kucera, Reinsch, Schuhmann, Kessel, Lottes, Spiller, Gudas, Ickerott, Nürnberger, Meuter, Henke, Metelsky. - Trainer: Milan Maric. - Co-Trainer: Volker Pohl.

VYS Friedrichshafen: Harms, Faas, Jalowietzki, Philipp, Metzger, Kraft, Cipollone, Hoffmann, Moosherr,  Schippmann, Angele. – Trainer: Adrian Pfleghar.
Schiedsrichter: Gregor Bösenberg (Jena)/ Mathias  Wenzel (Erfurt)
Dauer: 97 Minuten / Zuschauer: 460

Spiele Samstag:

Kempfenhausen - Dresden 0:3
Coburg/Grub - Fhafen 3:1
Dachau - Delitzsch 0:3
Mendig - Grafing 3:0
Leipzig - Freiburg 3:1


Spiele Sonntag:

15 Uhr Friedberg – Durmersheim;
16 Uhr Rüsselsheim - Stuttgart

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