VSG Coburg / Grub unterliegt starkem Tabellenführer

VC Dresden – VSG Coburg/Grub
3:0 (25:15, 25:19, 25:23)

Die Tabellensituation der 2. Volleyball Bundesliga versprach ein Spitzenspiel. Traf doch der Aufsteiger VSG Coburg/Grub auf den ungeschlagenen Tabellenführer VC Dresden.

Alle Verantwortlichen und Spieler waren sich vor dem Spiel bewusst, dass dies keine leichte Aufgabe werden würde. Daher trat man die Reise in die sächsische Landeshauptstadt hoch konzentriert und von Trainer Maric gut vorbereitet an. Dieser hatte den Gegner in mehreren Videos analysiert und seinen Spielern die Stärken und die Schwächen versucht näher zu bringen.

Dresden startete furios in den ersten Satz. Mit drei harten und platzierten Aufschlägen von Außenangreifer Grosche wurde die VSG Defensive kalt erwischt und Maric musste beim Stand von 0:3 bereits die erste Auszeit nehmen. Auch im weiteren Satzverlauf konnte die VSG leider nicht zu ihrem Spiel finden. Dresden agierte in allen Mannschaftsteilen stark, wobei nicht nur die guten Aufschläge, sondern auch ein guter Block und präzise Angriffe der Gastgeber der Grund dafür waren, warum Dresden sich Stück für Stück absetzen und den ersten Satz verdient für sich entscheiden konnte.

In der Satzpause nahm Trainer Maric taktische Veränderungen vor und erläuterte seinen Spielern erneut die vermeintlichen Schwächen des Gegners. Auch die Akteure waren sich einig, dass man sich mit der Leistung des ersten Satzes unter Wert verkauft hatte und wollten für eine Wende sorgen. Doch gleich zu Beginn startete Dresden wieder mit mehreren furiosen Aufschlägen und die VSG musste erneut eine Auszeit nehmen, um den Spielfluss zu unterbrechen. Doch die Sachsen spielten nun wie im Rausch und die VSG sah sich wieder deutlich mit 8:15 im Rückstand. Im Anschluss fanden die Coburger besser ins Spiel und agierten nun sowohl in der Annahme sicherer, als auch im Angriff und im Aufschlag druckvoller. Dies hatte zur Folge, dass man sich Punkt für Punkt herankämpfte und Dresden selbst zu einer Auszeit beim Stand von 17:16 gezwungen wurde.

Diese Auszeit stoppte den Lauf der Coburger und Dresden agierte gegen Satzende eines Tabellenführers würdig und sicherte sich den Satzsieg.

Durch den zwischenzeitlichen Lauf im dritten Satz wusste die VSG nun, dass bei eigener konzentrierter Leistung die Chance bestand, Dresden Paroli zu bieten, selbst dann wenn die Sachsen nahezu fehlerlos spielen. Maric begann daher den dritten Satz mit der gleichen Aufstellung wie am Ende des Zweiten. Er hatte Mitte des zweiten Satzes Zuspieler Köhler für Speta und Henke für Ickerott in die Partie gebracht. Diesmal war es die VSG, die stark in den Satz startet und Dresden beim Stand von 6:2 zur ersten Auszeit zwang. Bis Satzmitte kämpften sich die Sachsen zurück und das Spiel gestaltete sich ausgeglichen. Nun wurde das Spiel von mehreren Diskussionen mit dem ersten Schiedsrichter begleitet. Dies brachte die VSG aus dem Konzept und Dresden sicherte sich auch den dritten Satz und somit den Sieg.

Enttäuscht musste sich die VSG von den 50 mitgereisten Fans verabschieden, die fast für Heimspielatmosphäre gesorgt hatten.

Dresden ist nun weiterhin ohne Satzverlust und zählt in dieser Form sicherlich zu den Topfavoriten auf die Meisterschaft. Die VSG rutschte etwas ab ins Mittelfeld der Tabelle und findet sich mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis von 4:4 auf dem siebten Platz wieder.

VSG-Trainer Milan Maric:

Wir haben das Spiel verdient verloren. In den ersten zwei Sätzen hat Dresden wahnsinnig gut aufgeschlagen und uns unsicher gemacht. Erst im dritten Satz sind wir zurück ins Spiel gekommen und haben noch mal gezeigt was wir draufhaben. Leider haben wir den Satz hauptsächlich durch Eigenfehler verloren. Dresden hat in diesem Spiel gezeigt, warum sie ein Topfavorit in der Liga sind.

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