
Die kurze Windstille
TG Rüsselsheim – VSG COBURG/GRUB
Spieltag vom 29.10.2011 in Walter-Köbel-Halle in Rüsselsheim
3:1 (25:18; 25:22; 20:25, 28:26)
Coburg/Rüsselsheim - VSG unterliegt im vierten Auswärtsspiel dem ehemaligen Erstligisten TG Rüsselsheim nach hartem Kampf knapp mit 1:3 Sätzen.
Die Zweitligavolleyballer der VSG Coburg/Grub starteten vielversprechend in das Spiel gegen den hessischen Vertreter aus der Frankfurter Vorstadt. Zu Beginn des Spiel waren die klareren Aktionen auf Seiten der VSG, wo vor allem Diagonalspieler Hans-Peter Nürnberger überzeugen konnte. „Wir haben zu Beginn des Spiels unsere Chancen in der Abwehr und im Gegenangriff nicht genutzt und Rüsselsheim ist deshalb erst ins Spiel gekommen“, bemerkte der mitgereiste VSG-Vorstand André Dehler.
Nach guten Beginn im ersten Durchgang zeigte sich das Team von Trainer Milan Maric nicht konsequent genug und ermöglichte es den Gastgebern trotz überschaubarer Leistung im Spiel zu bleiben. Zur Mitte des Satzes gestaltete sich das Spiel dann ausgeglichen, wobei Mannschaften von den Fehlern des Gegner profitierten. Schließlich war es eine Aufschlagserie von Manuel Lohr, die das Spiel in Richtung der TG Rüsselsheim kippen ließ und den 0:1 Satzrückstand bescherte.
In Durchgang Zwei zeigte die VSG zwar oft klare Aktionen im Angriff, wusste aber vor allem in der Annahme weiterhin nicht zu überzeugen. Die taktische Aufschläge des Gegner brachten die Annahme der Vestestädter immer wieder im Bedrängnis und Spielmacher Speta hatte es schwer ein flexibles Angriffsspiel aufzuziehen.
Trainer Milan Maric nutzte die Auszeiten immer wieder im taktische Anweisungen zu geben und durch Spielerwechsel den Rhytmus des Gegner zu unterbrechen. Leider konnte Rüsselsheim auch in diesem Satz ihr konstantes Spielniveau halten und ging mit 2:0 Sätzen in Führung. Die Zuschauer der Gastgeber dachten nun schon, dass die Gegenwehr der Oberfranken gebrochen sei, aber die Einwechslungen von Oldie Torsten Spiller im Mittelblock, Timo Köhler im Zuspiel und Youngster Philipp Schumann auf der Liberoposition brachten neuen Kampfgeist ins Team. Die Hausherren begannen zu wanken und wirkten nun unkonzentriert.
Das junge VSG-Team ging erstmal beim Stand von 17:16 wieder in Führung. Das Grüber-Urgestein Torsten Spiller schaffte es trotz seine nur 1,83m Körpergröße die ersten Blockpunkte für die VSG zu verbuchen und nun schien sich das Blatt auf dem Spielfeld zu wenden. Der Hallensprecher des Gegner versuchte die Zuschauer der Heimmannschaft zu mobilisieren und es wurde auf dem Feld um jeden Punkt gefightet. Das Publikum stieg nun in die Begegnung ein und viele knappe Entscheidungen brachten, die Halle zum Kochen. Die Gäste aus Coburg wurden immer besser und gaben keinen Ball verloren.
Am Satzende belohnte schließlich der gut aufgelegte Nürnberger die VSG-Akteure mit dem 1:2 Satzanschluss. In Satz 4 gingen die Hessen dann wieder konzentrierter zu Werke und konnten besonders durch ihren Hauptangreifer Borger immer wieder punkten. Am Satzende entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei sowohl die VSG Coburg/Grub als auch die TG Rüsselsheim Chancen zum Satzgewinn hatten. Am Ende war es die mangelnde Chancenauswertung im Angriff und in der Feldabwehr und das fehlender Glück in engen Situationen, die den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachten.
Stimmen zum Spiel:
VSG-Kapitän Torsten Spiller nach dem Spiel: „Schließlich und endlich muss man sagen, dass wir heut verdient verloren haben, besonders schade finde ich es, dass es nicht am starken Gegner lag, sondern an den vielen Fehlern, die wir unnötigerweise selbst fabriziert haben!“Trainer Milan Maric analysierte das Spiel kurz und knapp: „Wir haben heute eine große Chance verpasst, weitere zwei Punkte einzufahren. Einige Vorgaben aus unserem Training konnten nicht umgesetzt werden und deshalb mussten wir zwei Punkte liegen lassen!“
Für die VSG Coburg/Grub spielten:
Hans-Peter Nürnberger, Benjamin Kucera, Marko Henke, Max Meuter, Jonas Ickerott, Steffen Reinsch, Lukas Gudas, Patrick Speta, Max Kessel, Torsten Spiller, Philipp Schuhmann, Timo Köhler
Trainer: Milan Maric


















