Himmel und Hölle in einem abwechslungsreichen Spiel

FT 1844 Freiburg - VSG COBURG/GRUB 3:2
Samstag, 5.11.2011, 20.00 Uhr in Freiburg

(25:16), (21:25), (25:21), (25:27), (15:7)

Die Fahrt nach Freiburg hat sich für uns Coburger leider nicht gelohnt. Auf unserem Konto können wir nämlich keine Punkte-Überweisung feststellen. Obwohl der Einsatz der Mannschaft sich von Auswärtsspiel zu Auswärtsspiel stetig steigert! Natürlich gibt es noch leichte Rückschläge, doch insgesamt erscheint das Team immer gefestigter. In Freiburg hatten wir im ersten Satz wohl einen schlechten Einstieg: doch dann steigerte sich unsere sympathische Mannschaft von Punkt zu Punkt, um dann im entscheidenen Moment sich doch dem erwähnten Rückschlag hinzugeben: Fünf Sätze voller Abwechslung. Fünf Sätze voller Spannung und Dramatik für die teilweise frenetischen Zuschauer in der Halle, aber auch in Facebook.

Auftakt nach Maß - für die Freiburger...

Nach einem ausgeglichenen Auftakt des ersten Satzes folgte ein leichte Schwächephase unserer VSG-Greenies. Zwar klappte das Zusammenspiel zwischen Zuspieler Speta und Angreifer Hans-Peter Nürnberger hervorragend, doch hatte vor allem der Coburger Block Probleme die sprunggewaltigen und durch ihren Zustellspieler Steiert frei gespielten Freiburger unter Kontrolle zu bekommen. Der gewitzte Freiburger riss immer wieder große Lücken in unsere Verteidigung. Damit war es keine Verwunderung wert, dass viele Bälle im Zentrum unserer Verteidigung einschlugen. Verdient ging Durchgang eins an die Gastgeber.

Freiburg schwächelt: Eine Einladung an die VSG!

In Durchgang zwei ließen die dominanten Hausherren ihre Zielstrebigkeit aus dem ersten Satz vermissen. Deren zahlreiche Aufschlagfehler gaben unseren Grübern die Chance ins Spiel zurück zu kommen. Hauptverantwortlicher für die Erfolge auf der VSG-Seite war Beni Kucera. Trotz einer schmerzhaften Fußverletzung brachte er in dieser Phase Bestleistung und trieb seine Mannschaft auch lauthals voran. Die so erlangte Motivation sorgte schließlich für den Satzerfolg.

Erhebliche Niveausteigerung in Satz drei

Das Spiel nahm zusehends an Niveau und Fahrt auf. Allen voran der Freiburger Sascha Helwig setzte die Coburger Defensive mit seinem Aufschlag enorm unter Druck. VSG-Trainer Maric reagierte und brachte Philipp Schuhmann für den etatmäßigen Libero Steffen Reinsch. Auch auf der Außenangreifer Position drehte sich das Personalkarusell des Öfteren. Max Meuter blieb an diesem Spieltag hinter seinen Möglichkeiten zurück, so dass Jonas Ickerott seine Aufgaben übernahm. Trotz aller Wechselspielchen auf der Gästeseite behielt Freiburg in Satz drei durchgehend die Oberhand und siegt verdient.

Volleyball für Sportgourmets: Satz Nummer vier

Das Stühlerücken von Milan Maric ging weiter und er brachte Marko Henke aufs Parket. Das neuformierte Team war nun gleichauf mit dem Gegner und es entwickelte sich ein sehenswerter Fight auf hohem Niveau. Nicht zu letzt der Leistung von Philipp Schuhmann war es zu verdanken, dass man nun auch in der Abwehr glänzen konnte. Das Kopf-an-Kopf-Rennen brachte beim Spielstand von 24:23 den ersten Matchball für Freiburg, welcher mit einem eindrucksvollen Angriff von Marko Henke aus dem Hinterfeld abgewehrt werden konnte. Der anschließende Satzausgleich führte zum allesentscheidenden Tie-Break.

Die große Chance nicht genutzt!

Im entscheidenden fünften Satz, dem Tiebreak, konnte unser Team leider den Schwung des perfekten vierten Satzes nicht mehr mitnehmen. Eine kämpferische Heimmannschaft, frenetisch unterstützt von den ungefähr 200 Zuschauern, hat noch einmal alle Leistungsreserven aktivieren können, um den VSGlern keinesfalls einen Punktgewinn zuzugestehen. Himmel und Hölle, alles an einem Samstag.

Stimme zum Spiel:

Co-Trainer Volker Pohl: „In der Summe haben wir eine ordentliche Leistung abgeliefert, auch wenn wir mit den ersten zweieinhalb Sätzen nicht zufrieden sein können. Positiv stimmt mich vor allen Dingen, dass wir uns dem Schicksal nicht hingegeben haben, sondern über die Spielerwechsel ins Match zurückgefunden haben".

Fotograf Frank Heumann: "Der Wille ist besonders wichtig in dieser Sportart. Bei Auswärtsspielen, wenn die psychologische Belastung doch etwas höher ist, sollte man die eigenen Punktgewinne doch noch etwas heftiger "feiern", damit der Kontrahent auch beeindruckt ist. Klar ist, das uns dies in der HUK-COBURG arena besser liegt. Schauen wir auf den nächsten Samstag, wenn die L.E. Volleys zu Besuch sind." 

Bilder zum Spiel gibt es hier auf Facebook.

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