M1 - Spielvorbericht: GSVE Delitzsch - VSG COBURG/GRUB von Frank Heumann
M1 – Delitzsch ist machbar! Unterschätzt mir Delitzsch blos nicht!
Das Spiel gegen Dresden steckt sicherlich noch in den Beinen. Und bereits am Samstag geht es zum nächsten Highlight der Rückrunde. Im Hinspiel hatte die VSG COBURG/GRUB den damaligen Tabellenführer Delitzsch mehr als Paroli bieten können, den die Punkte blieben in der Vestestadt. 3:1 hieß es am Ende einer vom VSG dominierten Partie.
Den Grübern klingt noch immer Sven Dörendahls Satz (Dresdens Trainer) in den Ohren: „Das war ein tolles Event mit großer sportlicher Leistung und einem Publikum auf Bundesliganiveau.“ Und er hatte Recht damit. Eine Punkteteilung wäre fair gewesen, doch leider gibt es im deutschen Volleyball nicht die Regeln der Italiener, die sich auch mit einer Punkteteilung zufrieden geben können.
Auf Facebook hat sich mitunter eine Fanschar von über 500 Anhängern eingefunden, die dem Grüber/Coburger Team mit ihrem "Gefällt mir" Respekt zollen. Zählt man die Freunde der "Gefällt mir"-Crew, so kann man davon ausgehen, dass mittlerweile 85.000 Personen in Facebook das Spiel gegen Dresden registriert haben. Gerne zitieren wir hier die Meinung von Klaus Kunert direkt aus Facebook:
Hallo ihr VSG'ler, erst einmal ein riesen Kompliment von mir an das, was da in Coburg passiert! Absoluter Wahnsinn! Vor so einer Kulisse zu spielen war einmalig! Dabei ist die Quantität der Fans nicht einmal ausschlaggebend. Viel mehr wie es bei euch abgeht. Ich persönlich hatte mehr als einmal Gänsehaut auf'm Feld :).Was das angeht seit ihr Championsleague-Finalisten ;). Ich wünsche von ganzem Herzen, dass ihr die Liga haltet und ihr habt es auch mehr als verdient! Also Arschbacken zusammenkneifen und loslegen. In dieser Liga ist alles möglich und so auch gestern der Sieg auf eurer Seite. Das meine ich ganz ernst.
Viele Grüße aus Dresden
Hört, hört. Soviel sportlicher Positivismus bzw. Fairness ist von unseren Gegnern wahrzunehmen. Man möchte uns in der Liga sehen! Nicht nur wir, die Grüber und Coburger besuchen den Sport in der Arena gerne, nein, auch unsere Gegner genießen das Rampenlicht und die Wahnsinnsstimmung, die in der zweiten Liga wohl einzigartig ist. Die Fans fiebern mit, wir wollen gewinnen, wir wollen bestehen in diesem einzigartigen Umfeld: Die zweite Liga macht allen Spaß! Sie soll in Coburg bleiben.
Ganz besonders deshalb ist jedes Spiel wichtig. Und das aktuelle ist auch immer das Wichtigste. Delitzsch ist gefährlich. Delitzsch ist machbar. Einer unser Spieler meint, dass Delitzsch gut zu spielen ist... ...deswegen nutzt die Chance! Greift an, überlegt nicht groß, nutzt Euer Potential und zieht durch: Lukas, hau auf die 12. Hansi, mach die Außenbahn narrisch. Patrick, veralbere Deine Blockspieler. Jonas, nutze Deine Kraft.
Schenja, schlag den Block wieder so schön an! Max, mach die Tür zu! Beni, tritt den andern in den Hintern! Max M., suche die Lücken! Spilli, lebe Volleyball vor! Daniel, wir wollen Dich lachen sehen! Reinschie, lass die Bälle flattern! Timo, bring all Deine Emotionen ins Spiel! Philipp, bring Dich mit ein!
Ihr könnt' Euch jetzt keinesfalls zurücklehnen und sagen, gegen Dresden waren wir gut genug. Gegen Delitzsch könnt Ihr noch ein Scheibchen auflegen. Wir wissen das. Ihr wisst das. Macht das.
Die Delitzscher:
Der GSVE musste sich letztes Wochenende gegen eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel geschlagen geben. Kaum einer hatte im Vorfeld davon auch nur zu sprechen gewagt, doch das Spiel ging für die Underdogs aus. Der TSV Friedberg bezwang am Sonntagnachmittag den GSVE Delitzsch klar mit 3:0 Sätzen und tankt eine gehörige Portion Selbstvertrauen im Abstiegskampf. Der Tabellenzweite musste sich mit einer herben Niederlage im Gepäck auf die Heimreise machen und ließ somit die Tabellenspitze davonziehen.
Aufgebot VSG Coburg/Grub:
Schuhmann, Ickerott, Spiller, Kessel, Köhler, Speta, Kucera, Nürnberger, Lottes, Meuter, Reinsch, Gudas, Metelsky. – Es fehlt: Marko Henke (verletzt). Trainer Milan Maric; Co-Trainer Volker Pohl.
Aufgebot GSVE Delitzsch:
Rascher, Winkler, Andrä, Pietzonka, Geisler, Windmann, Feil, Metzger, Kynast, Schulze, Berlet, Reichstein. – Trainer: Frank Pietzonka; Co-Trainer: Jürgen Maue.
Am morgigen Samstag, 11. Februar (Spielbeginn 20 Uhr) schlagen die Volleyballer der VSG Coburg/Grub beim GSVE Delitzsch auf, eine erfahrene Mannschaft, wie der VSG-Trainer weiß, die seit zwei Jahren immer wieder oben mitspielt. Und auch derzeit den 2. Tabellenplatz der Volleyball-Bundesliga Süd innehat. Im Hinspiel am 22. Oktober - ihrem 2. Heimspiel der Saison - deklassierten die Vestestädter den damaligen Tabellenführer mit 3:1. Delitzsch musste dadurch den Spitzenplatz der Tabelle aufgeben. Die Sachsen waren mit drei verlorenen Sätzen auf dem Boden der Realität zurück und auf dem 2.Tabellenplatz gerutscht. Die VSG war zu Saisonbeginn als Favoriten-Schreck bekannt und kann nach wie vor auf den Sieg im Hinspiel stolz sein.
Die VSGler verharren derzeit auf dem 11. Tabellenplatz und halten noch den Nichtabstiegsrang. Nach den zumindest immer wieder satzweise gezeigten Leistungen, kann das Coburger Team mit jedem Gegner mithalten oder diesen zumindest an den Rand einer Niederlage bringen. Am Ende werden nur die tatsächlich errungenen Punkte zählen, weshalb der Charakter der Mannschaft von nun an gefordert ist. Dies hat sich schon vor Wochenfrist in der HUK-Arena gegen den VC Dresden gezeigt, denn erst im fünften Satz gaben sich die Coburger Volleyballer dem Tabellenführer geschlagen. Hallensprecher Klaus Köhler und der gegnerische Spielertrainer Sven Dörendahl waren nach dem Spiel einer Meinung: „Das war ein tolles Event mit großer sportlicher Leistung und einem Publikum auf Bundesliganiveau.“
Die Jungs um Trainer Milan Maric sind nach der Winterpause erstarkt und profitieren auch durch den Neuzugang Metelsky. Sie wissen ihre Chancen zu nutzen. Einsatzwille und Kampfgeist ist in nahezu jedem Spielzug wiederzufinden. Völlig zu Recht wurden diese Tugenden letzten Samstag auch mit der 2:0-Satzführung gegen den Spitzenreiter belohnt. Bis zu diesem Zeitpunkt war kaum eine Schwäche in den Coburger Reihen zu finden.
Dann aber ließen die Vestestädter Zweifel und Hilflosigkeit erkennen, sie konnten diese Leistung auf diesem hohen Niveau nicht halten und die Dresdener wurden von Spielzug zu Spielzug sicherer. Gästetrainer Sven Dörendahl resümierte nach dem Spiel, dass der fünfte Satz mit viel Glück und Selbstvertrauen zu tun hatte und gar nicht so viel mit dem absoluten Können. Die Dresdener hatten von beidem einen Funken mehr gehabt und haben nut deshalb gegen eine sehr gute VSG gewonnen.
VSG-Spieler Steffen Reinsch äußerte nach der Niederlage seinen Unmut: „Es ist zum wahnsinnig werden, so ein super Spiel und am Ende stehen wir trotzdem mit leeren Händen da.“
Auch VSG-Vorsitzender André Dehler wünscht sich bei solchen Spielen das italienische Punktesystem, bei dem die unterlegene Mannschaft in einem Fünfsatzspiel einen Punkt erhält, während der Sieger zwei Punkte bekommt. Das hätte das Team, seiner Meinung nach, mehr als verdient gehabt.
Die heimische VSG kann leider nicht auf ihren gesamten Kader zurückgreifen, denn der 1,96 m große Außenangreifer Marko Henke ist nach wie vor verletzt.
Der Trainer der VSG-Jungs, Milan Maric sieht die Situation durchaus optimistisch: „Die gesundheitliche Situation der Mannschaft ist zwar nicht optimal und wir haben keine leichte Aufgabe vor uns, aber wenn wir unsere gewohnte Leistung bringen, können wir es schaffen. Teilweise haben es die Jungs ja schon im letzten Spiel bewiesen.“
Torsten Spiller, VSG-Kapitän und Grüber Urgestein ließ sich zum Spiel gegen die „Schokoladenstädter“ zu folgender Aussage hinreißen: „So bleibt wie schon so oft nur die Hoffnung, dass eine gute Leistung beim Spiel am Samstag gegen Delitzsch die wichtigen Punkte im Abstiegskampf bringen.“
Zum Gegner:
Der GSVE musste sich letztes Wochenende gegen eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel satzlos geschlagen geben. Kaum einer hatte im Vorfeld davon auch nur zu sprechen gewagt, doch der Fall des David gegen Goliath ging erneut zugunsten des eindeutigen Underdogs aus. Der TSV Friedberg bezwang am Sonntagnachmittag den GSVE Delitzsch klar mit 3:0 Sätzen und tankt eine gehörige Portion Selbstvertrauen im Abstiegskampf. Der Tabellenzweite musste sich mit einer herben Niederlage im Gepäck auf die Heimreise machen und ließ somit die Tabellenspitze davonziehen.
Aufgebot VSG Coburg/Grub: Schuhmann, Ickerott, Spiller, Kessel, Köhler, Speta, Kucera, Nürnberger, Lottes, Meuter, Reinsch, Gudas, Metelsky. – Es fehlt: Marko Henke (verletzt). Trainer Milan Maric; Co-Trainer Volker Pohl.
Aufgebot GSVE Delitzsch: Rascher, Winkler, Andrä, Pietzonka, Geisler, Windmann, Feil, Metzger, Kynast, Schulze, Berlet, Reichstein. – Trainer: Frank Pietzonka; Co-Trainer: Jürgen Maue.