Herren 1: SG Teamwork dominiert das Spitzenspiel

Die Landesligavolleyballer der SG Teamwork Ebersdorf/Coburg sind mit einem 3:0-Satzerfolg beim amtierenden Tabellenführer SG Donaustauf/Burgweinting perfekt in die Rückrunde gestartet. Im Hinspiel gegen die Oberpfälzer musste das Team von Trainer Volker Pohl noch eine 2:3-Satzniederlage einstecken. Der Spielplan wollte es so, dass die SG Teamwork direkt nach der kurzen Winterpause in die Nähe von Regensburg reisen musste, um sich dort im Spitzenspiel mit der SG Donaustauf/Burgweinting zu messen.

Lediglich eine Woche Zeit bliebt Trainer Volker Pohl seine Mannschaft auf das vielleicht schon vorentscheidende Meisterschaftsspiel einzustimmen. Zudem musste man aufgrund von Knieproblemen auf den etatmäßigen Diagonalspieler Eric Turek verzichten. Beni Kucera tauschte deshalb zum ersten Mal in dieser Saison sein Liberotrikot mit dem eines Angreifers, obwohl er aufgrund von Rückenproblemen nur wenige Trainingseinheiten im Angriff absolvieren konnte. Die Rahmenbedingungen für das Spitzenspiel waren also im Vorfeld nicht die besten. Dennoch wollte die SG Teamwork aus den Fehlern im Hinspiel lernen und ging mit einem klaren Matchplan in die Begegnung. Das Ziel der Mannschaft von Kapitän Beni Kucera war es die Oberpfälzer besonders um ihre stärkste Waffe, den Schnellangriff über die Mittelposition, zu bringen. Von Beginn an platzierten die Spieler der SG Teamwork ihre Bälle in die Laufwege der Schnellangreifer oder im Rücken des Zuspielers, so dass das Heimteam ungewohnt viel über die Außenpositionen agierte. Der Doppelblock und Positionsabwehr der SG waren somit in vielen Situationen gut sortiert und konnten viele Abwehrbälle in erfolgreiche Gegenangriffe ummünzen. Der Heimtrainer Philipp Nimmerfroh versuchte durch Auszeiten und Spielerwechsel erste Maßnahmen gegen die erfolgreiche Taktik der Gäste einzuleiten, konnte aber einen 20:25-Satzverlust aus Sicht der Oberpfälzer nicht verhindern. Im zweiten Satz stellte sich die SG Teamwork auf mehr Gegenwehr ein und Donaustauf/Burgweinting schien zunächst auch besser in die Partie zu kommen. Starke Abwehraktionen und kompromisslose Angriffe führten aber zur Satzmitte wieder zu einer deutlichen Führung der Gäste. Zuspieler André Dehler verteilte die Pässe variabel auf alle Angriffspositionen und der gegnerische Block kam auf einen Schritt zu spät. Am Ende des zweiten Satzes ging dieser mit 25:16-Punkten sogar noch deutlichen an die SG Teamwork. Im dritten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild wie in den ersten beiden Sätzen. Donaustauf/Burgweinting versuchte zwar mit Kampfgeist nochmals zurück in die Partie zu kommen, aber die Spielgemeinschaft aus Ebersdorf und Coburg zeigte an diesem Tag keine Schwächen. Über alle Angriffspositionen punktete man weiterhin nach Belieben und konnte sich sogar einzelne Leichtsinnsfehler leisten. Wiederum mit klaren 25:16-Punkten ging der dritte Satz an die SG Teamwork.

Trainer Volker Pohl: „Wir haben heute unser bestes Saisonspiel gezeigt und uns dafür den bestmöglichen Zeitpunkt ausgesucht. Beide Mannschaften haben im Hinspiel bereits ein hochklassiges Landesligaspiel gezeigt und dies heute nochmal getan. Vor vier Wochen sind wir noch unnötigerweise im vierten Satz spielerisch eingebrochen, aber heute hat von der ersten bis zur letzten Minute alles gepasst!“

Kapitän Beni Kucera: „Ich habe mir ehrlich gesagt ein paar Sorgen gemacht, ob ich im Angriff direkt zurecht komme, da ich in dieser Saison nur als Libero agierte habe. Ich hatte allerdings richtig Bock wieder als Angreifer aufzulaufen und freue mich, dass es heute so reibungslos geklappt hat!“

Lage in der Liga:
Die SG Teamwork liegt derzeit mit 22 Punkten auf Platz 2 in der Landesliga und hat zwei Spiele weniger als Tabellenführer Donaustauf/Burgweinting mit 23 Punkten und dem Drittplatzierten SC Memmelsdorf II mit 21 Punkten. An den kommenden beiden Wochenende (20.01. und 27.01. jeweils im 15 Uhr in der neuen Angerhalle) stehen nun zwei Heimspieltage an bei denen der Dritt- und Viertplatzierte nach Coburg reisen. Nach diesen Spielen wird man genauer wissen, ob die SG Teamwork nach dem Aufstieg aus der Bezirksliga Oberfranken direkt die Meisterschaft in der Landesliga Nordost anpeilen kann.

Für die SG Teamwork spielten: Jens Aumann, Beni Kucera, René Franz, Adrian Lamberti, Stefan Schönfelder, André Dehler, Tomasz Kotecki, Thorsten Theuer, Gerhard Pfiffer
verletzt ausgefallen: Eric Turek, Johannes Will, Vitali Wittstein
Trainer: Volker Pohl

 

Text: André Dehler

Foto: privat