Herren 1: SG Teamwork verpasst Sprung an die Tabellenspitze!  

 

Am Samstagnachmittag kam es in der neuen Angerhalle zum Spitzentreffen der Volleyballlandesliga zwischen der SG Teamwork Ebersdorf/Coburg und der SG Donaustauf/Burgweinting. Der Sieger aus der Begegnung konnte sich die Herbstmeisterschaft in der Landesliga Nordost sichern.

Von Beginn an zeigten beide Kontrahenten warum sie aktuell in der Liga an der Tabellenspitze stehen. Wuchtige Angriffsschläge, spektakuläre Abwehraktionen und großer Kampfgeist begeisterten die zahlreichen Zuschauer in der neuen Heimspielstätte. Im ersten Satz konnten dann die Gäste mit 25:21-Punkten die Oberhand behalten, da die SG Teamwork ein paar Punktchancen nicht nutzen konnte. Im zweiten Satz drehte das Team von Trainer Volker Pohl allerdings auf und konnte aus einer stabilen Annahme ein variables Angriffsspiel über alle Positionen aufziehen. Kombiniert mit wuchtigen Aufschlägen brachte die SG die Gäste aus der Nähe von Regensburg immer wieder in Bedrängnis und konnte schließlich Satz 2 und 3 für sich entscheiden. Im vierten Satz sahen die Hausherren dann lange Zeit wie der sichere Sieger aus und konnten sich zur Satzmitte eine 18:14-Führung erspielen. Ein paar unglückliche Spielaktionen brachten die Gäste aus Donaustauf/Burgweinting allerdings zurück ins Spiel und besonders der Block der Gäste lief nun zur Höchstform auf. Die Coburger Angreifer vermochten es plötzlich nicht mehr die Angriffsbälle im gegnerischen Feld unterzubringen und so konnten die Gäste den vierten Satz noch für sich entscheiden. Im Spitzenspiel der Liga zwischen dem Erst- und Zweitplatzierten musste also der Tie-Break zur Entscheidung führen. Die Gäste aus der Oberpfalz konnten dabei den Schwung aus dem gedrehten vierten Durchgang mitnehmen und blockten weiterhin stark. Die SG Teamwork bekam zusätzlich auch in der Annahme Probleme, so dass die Gäste Punkt für Punkt davonzogen. Am Ende siegte der Tabellenführer SG Donaustauf/Burgweinting knapp mit 3:2-Sätzen und sicherte sich damit zwei Punkte für die Tabelle. Die SG Teamwork Ebersdorf/Coburg erhielt trotz Niederlage einen Punkt auf ihr Spielkonto.

Wie in der Landesliga üblich stand 45 Minuten nach dem ersten Punktspiel, das über zwei Stunden Spielzeit andauerte, noch eine zweite Begegnung auf dem Programm. Die SG Teamwork musste sich neu konzentrieren und traf auf das ausgeruhte Team vom VC 06 Hirschaid. Der VC-Trainer Rüdiger Zeh hatte in der Vorwoche die SG Teamwork bei ihrem Sieg beim Tabellendritten in Memmelsdorf beobachtet und sich eine Taktik für die Hausherren zurechtgelegt. Die Hirschaider versuchten durch eine Vielzahl von Schnellangriffen die starke Abwehr der SG Teamwork um Libero Beni Kucera aus dem Spiel zu nehmen. In den ersten beiden Sätzen lief diese Taktik, gegen zugegeben schon etwas körperlich ausgebrannte Spieler der SG Teamwork, gut und es stand nach dem zweiten Durchgang 1:1 nach Sätzen. Trainer Volker Pohl stellte dann die Aufstellung etwas um und gab eine neue Aufschlagtaktik vor. Diese Umstellung trug sofort Fürchte. Durch gute, platzierte Aufschläge konnten die Gäste aus Hirschaid oft nur noch Notbälle auf die Coburger Seite schlagen und die Abwehr konnte sich entsprechend aufstellen. Die Außenangreifer Eric Turek, Jens Aumann und René Franz wuchteten nun ihre Angriffsschläge nach Belieben ins gegnerische Feld und die SG Teamwork kontrollierte nun das Spiel. Am Ende siegte man mit 3:1-Sätzen und holte sich drei weitere Punkte für die Tabelle.

Trainer Volker Pohl: „Wir haben heute im ersten Spiel gegen Donaustauf/Burgweinting eine gute Spielleistung gebracht und hätten uns mit einem 3:1-Sieg belohnen können. Der Gegner war aber stets gefährlich und so sind sie wieder ins Spiel zurückgekommen. Es war ein würdiges Spitzenspiel das den Zuschauern sichtlich begeistert hat. Trotz der ersten Niederlage hat es heute sehr viel Spaß gemacht, zumal wir ja dann das schwere zweite Spiel gegen Hirschaid gewinnen konnten!“

Für die SG Teamwork Ebersdorf/Coburg spielten: Eric Turek, Adrian Lamberti, René Franz, Jens Aumann, Stefan Schönfelder, Vitali Wittstein, André Dehler, Beni Kucera, Tomasz Kotecki, Thorsten Theuer, Gerhard Pfiffer

Trainer: Volker Pohl

Co-Trainer: Johannes Will

 

 

Text: André Dehler

Foto: privat