Neuzugang Leonard Tille steht für Annahmequalität!

Nächster Neuzugang bei der VSG Coburg/Grub ist 20-jährige Juniorennationalspieler Leonhard Tille. Er wechselt von VCO Berlin zur VSG Coburg/Grub. Der jüngere Bruder vom Libero der A-Nationalmannschaft Ferdinand Tille, der kürzlich bei den Europaspielen Gold mit Deutschland gewann, hatte letztes Jahr in den Pre-Playoffs bereits das Trikot der VSG Coburg/Grub übergezogen. Das Trikot und die Atmosphäre in der Halle hatben ihm dann so gut gefallen, dass „Leo“ sich für Coburg als neuen Heimatort entschieden hat. „Ich war begeistert, in so einer tollen Halle vor über 1000 Fans zu spielen, von solchen Spielen habe ich als Kind geträumt. Ich hoffe, dass ich meinen Teil dazu betragen kann die Fans der Schmiede in der kommenden Saison zu begeistern!“
Die Familie Tille kann man ohne Zweifel als wahre Volleyballfamilie bezeichnen. Leo wohnte bis zu seinem 16 Lebensjahr in der Kleinstadt Mühldorf am Inn mit Mutter Carolin und Vater Joachim. Die Eltern haben ihre drei Jungs dort schnell mit dem Volleyballvirus infiziert. Zuerst trainiert Leo, wie seine Brüder in Mühldorf unter seinem Vater und feierte in der Jugend große Erfolge bei deutschen Meisterschaften. Schon in der Kindheit spielte Leo mit seinen Brüdern Ferdinand und Johannes im Garten des elterlichen Hauses stundenlang Volleyball und oftmals mussten die Rosen von Mutter Carolin dranglauben.
Er schaffte es zudem bereits mit 15 Jahren in der Regionalliga als Libero eingesetzt zu werden. In einem seiner ersten Spiele gelang es ihm 2010 gegen die VSG Coburg/Grub mit 3:1 zu gewinnen, die am Ende der Saison dennoch in die 2. Bundesliga aufstiegen sollte.

Pressesprecher André Dehler erinnert sich: „Wir hatten damals das klare Ziel in die 2. Liga aufzusteigen. Ich spielte damals noch selbst auf der Außenposition und weiß noch, wie sehr ich mich über die Niederlage in Mühldorf damals geärgert hatte. Leo spielte damals als Libero und wir versuchten ihn mit starken Aufschlägen zu Fehlern zu zwingen. Leo machte damals allerdings ein sensationelles Spiel und war ein Grund, warum wir damals unterlegene waren. Fünf Jahre später läuft er nun für die VSG Coburg/Grub auf deren Aufstieg er damals durch den Sieg fast verhindert hätte. Der Sport schreibt manchmal komische Geschichten.“

Leo steht derzeit noch etwas im Schatten seines größen Bruders Ferdinand, der deutschlandweit bekannt ist. Während Ferdinand als Libero der Nationalmannschaft mit der Bronzemedaille der Weltmeisterschaften dekoriert ist und beim dreimaligen deutschen Pokalsieger Generali Haching und zuletzt im Ausland spielte, steht Leonhard Tille noch am Anfang seiner Karriere. Im letzten Jahr spielte er für den VCO Berlin bereits in der 1. Bundesliga und konnte erste Erfahrungen auf diesem Niveau sammeln.
Der Lohn für seine guten Leistungen im Trikot der Hauptstädter war eine Nominierung für das Trainingslager der A-Nationalmannschaft für die Vorbereitung auf die Europaspiele in Baku. Diesmal entschied sich Nationaltrainer Vital Heynen noch dagegen, den 20-jährigen Tille auf die große Bühne der Nationalmannschaft mitzunehmen, geht es nach Leo selbst, soll sich das im nächsten Jahr allerdings ändern.

Im Rückspiel der VSG Coburg/Grub gegen die Berliner Nachwuchsmannschaft fiel der gebürtige Mühldorfer Teammanager Michael Dehler sehr positiv durch seine starke und sichere Annahme auf. „Wir haben über Nationaltrainer Johann Verstappen den Kontakt zu Leo aufgenommen und ihm angeboten für die Playoffspiele zur VSG zu wechseln und schon einmal bei uns reinzuschnuppern. Dadurch viel es Leo dann natürlich leichter sich nun für uns zu entscheiden. Unser Plan ist also voll aufgegangen!“

Trainer Itamar Stein: „Leo hat für sein junges Alter bereits ein sehr abgeklärtes Auftreten. Ich würde mir wünschen, dass er manchmal noch mehr aus sich herausgeht, aber das bekommen wir schon noch hin!“

 

Steckbrief:
Vorname: Leonhard
Name: Tille
Spitzname: Leo
Alter: 20
Position: Libero
Größe: 1,82m
Bisherige Vereine: TSV Mühldorf, VCO Kempfenhausen, VCO Berlin
Motto: Live your Life

 

Text: André Dehler

Foto: Zwei k. Fotografen, privat