Spitzensport Volleyball soll in der Region bleiben!

Erste Schritte für den Erhalt von Bundesligavolleyball sind angedacht!

Coburg. Zugegeben, die Stimmung im Lager der VSG Coburg/Grub war in den letzten Tagen und Wochen nicht gerade berauschend, insbesondere seit Bekanntgabe der Deutschen Volleyballliga, dass den Coburger Volleyballern auf Grund von nichterfüllten Lizenzauflagen bis zu 6 Punkte abgezogen werden. Somit war dem Team um Trainer Itamar Stein der sportliche Lohn entzogen und die VSG rutschte von Platz 8 zum Ende der Hauptrunde auf einen Abstiegsplatz.

Wer nun an das Ende der VSG Coburg/Grub glaubt, wird Recht behalten. Nahezu einstimmig waren die Meinungen in den Gesprächen, die in den letzten Tagen mit Sponsoren, Fans und Funktionären geführt wurden. Will man einen Neuanfang starten, muss man jede Komponente überdenken, vom Teamnamen bis hin zum Vereinskonstrukt und Führungspersönlichkeiten. Für Fakten ist es an dieser Stelle noch zu früh, jedoch kann schon sehr positiv festgestellt werden, dass viele Sponsoren einen notwendigen Gesamtetat für die 2. Bundesliga sichern wollen.

Die VSG ist hingefallen. Einfach liegen bleiben wollen eine überwältigende Mehrheit nicht.

Stefan Finzel, Geschäftsführer der Firma finori und seinerseits einer der Hauptsponsoren, hat hierzu eine klare Einstellung: „Es war und ist nicht das Verständnis der Firma finori einfach aufzugeben. finori – das ist Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit gepaart mit Erfolgshunger. All diese Tugenden werden wir versuchen in den Neuanfang einzubringen.“

Teammanager Michael Dehler zeigt sich auf Grund der breiten Anteilnahme die durch die Aktion #RettetdieSchmiede ausgelöst wurde überwältigt: „Sowohl unsere treuen, langjährigen Sponsoren, als auch private Personen haben mir in unzähligen Telefonaten und persönlichen Gesprächen ihre Unterstützung zugesagt und möchten die Zukunft des Coburger Volleyballs aktiv mitgestalten.“ 

Neben dem schon fast gesicherten Etat steht außerdem der Trainer fest. Itamar Stein, der sich in Coburg zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter sehr wohl fühlt, hat schon jetzt signalisiert, dass er für eine Zweitligasaison in Coburg zur Verfügung steht. Somit sind schon zwei wichtige Säulen in dem neuen Konzept nahezu perfekt.

In der Pflicht sieht sich diesmal auch die Stadt Coburg. In einer kurzfristig einberufenen Krisensitzung zusammen mit Teammanager, Bürgermeister und dem Sportamt wurde ganz klar signalisiert, dass auch die Stadt Coburg den Volleyballsport hier nicht sterben lassen kann und wird. Schließlich und endlich war es gerade das Volleyballteam das durch ihr Spielrecht in der höchsten Spielklasse Deutschlands, den Namen Coburg bundesweit vertreten hat.

Damit dies auch so bleibt, soll nun die Belastung innerhalb des Vereins auf mehrere Schultern verteilt werden, neue Strukturen geschaffen werden, eine schlagfertige und leistungsfähige Zweitligamannschaft zusammengestellt werden und mittelfristig der Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga geschafft werden.

Eine große Rolle spielt zu diesem Zeitpunkt auch der langjährige Hauptsponsor und Wegbegleiter die VR Bank Coburg. Wolfgang Gremmelmaier, stellv. Vorsitzender der VR Bank Coburg, ist überhaupt nicht an einem Ende des Volleyballsports interessiert: „Der Sport in der Region, die sportlichen Leistungen der Spieler und Trainer und die Fans hätten das überhaupt nicht verdient. Allerdings müssen jetzt endlich einige Hausaufgaben und Baustellen beseitigt werden, damit der Spitzensport Volleyball langfristig gut aufgestellt ist.“

Die Weichen sind somit gestellt, damit sich Volleyballbegeisterte aus der gesamten Region auch in Zukunft hochklassigen Volleyball, insbesondere spannende Frankenderbys wie z. B. gegen die Oshino Volleys Eltmann oder den SV Schwaig in der Arena zu Gemüte führen können. Bei all den Problemen, die man hinter sich oder auch noch vor sich hat, steht allerdings die Erkenntnis, dass die Begeisterung für den Volleyballsport in Coburg nach wie vor ungebrochen ist.

Auch ein erstes Helfertreffen hat gezeigt, dass auch hier niemand ein Ende in irgendeiner Form will. In diesem überaus zahlreich besetzten Treffen am letzten Donnerstag stand das Signal auf „Ärmel hochkrempeln und anpacken“. Nun ist es an der Zeit aus allen gemachten Fehlern zu lernen und sorgfältig den Boden zu bereiten, die notwendigen Aufgaben anzugehen.

Erste Gespräche laufen.

Wir bleiben nicht liegen!

Wir stehen auf!

 

Mit Demut wird eine neuer grüner Pflanzenspross gepflanzt – wirtschaftlich und solide gestützt zu neuer Stärke.