U20 verpasst das Halbfinale unglücklich

Vergangenes Wochenende trat die männliche U20-Vertetung bei den nordbayerischen Meisterschaften in Hammelburg an. Qualifiziert über die oberfränkischen Meisterschaften traten die Jungs den ungewissen Weg zu diesem Turnier an.

In der Vorrundengruppe der VSG warteten Kaliber vom Schlage Zinndorf und Gastgeber Hammelburg. Die erste Begegnung bestritten die VSG-Jungs gegen Hammelburg. Hammelburg entpuppte sich als gut eingespieltes Team und machte der VSG zu Beginn des Spiels große Probleme. Ein Satzrückstand von zwei Sätzen war die Folge. Den Jungs der VSG konnte man keine großen Vorwürfe machen, galt es doch die Neuzugänge Gamisch im Zuspiel und Jakob auf der Diagonalposition erst mal ins Spiel zu integrieren. Doch in den darauffolgenden drei Sätzen wendete sich das Spielgeschehen. Die VSG-Jung gestalteten nun das Spiel und Hammelburg wurde mit zunehmender Spieldauer immer besser kontrolliert. Die Folge war ein verdienter 3:2 Auftaktsieg.

In der folgenden Begegnung trafen die VSG-Jungs auf den TSV Zirndorf. Schon beim Eröffnungsspiel Hammelburg gegen Zirndorf, zeigte sich, das mit Zirndorf die stärkste Vertretung des Turniers in der Gruppe auf die VSG wartete. Die VSG zeigte trotzdem ihre Stärken gegen die starken Zirndorfer. Über die Aussen konnten Kapitän Lamberti und Hanstein ein ums andere mal Akzente setzen und in Angriff und Block punkten. Aber um solch eine homogene Mannschaft zu schlagen, bedarf es Gleichwertigkeit auf mehreren Positionen. Unter dem Aspekt, dass einige U18-Spieler im Kader standen und Spieler, die noch nie für die VSG gespielt haben, lieferten die Jungschmiede durchaus eine respektable Leistung ab. Zirndorf setzte sich, mit einigen Drittligaspielern gespickt, gegen die VSG mit 3:0 durch.

Nun wartete im Überkreuzvergleich das Team von Regenstauf auf die VSG. In Satz eins begann Regenstauf mit druckvollem Angriffsspiel über die Außenpositionen. Die VSG fand nur schwer ins Spiel und brachte sich in regelmäßiger Folge durch unnötige Eigenfehler aus dem Konzept. Jeder der Jungschmiede merkte nach dem ersten knapp verlorenen Satz, dass gegen den Gegner mehr zu holen ist. Die VSG-Jungs begannen wie ausgewechselt und spielten Regenstauf förmlich an die Wand. Ein deutlicher Satzgewinn war das Resultat. Der Tiebreak musste die Entscheidung herbeiführen. Wie so oft im Volleyball, zeigte sich zu Beginn des Tiebreaks wieder ein anderes Bild. Die VSG lag schnell mit 0:3 hinten. Nach zwei Auszeiten konnte der Regenstaufer Vorsprung nicht gedreht werden. Unnötige Fehler schlichen sich ins VSG-Spiel ein, die Punkte wurden Regenstauf auf dem Tablett gereicht. Die Kondition machte sich bemerkbar, hatte man bis dahin ja bereits zehn Sätze in den Knochen. Die VSG-Jungs fanden keine Mittel um in Spiel zurückzukommen und verloren den Tiebreak unnötig. Der Frust über die verpasste Chance war nach dem Spiel in jedem Gesicht abzulesen. Nach elf gespielten Sätzen hieß es erst mal Wunden lecken und Kraft für den nächsten Turniertag tanken.

Die Plätze 5-7 wurden in einer Dreiergruppe unter Hammelburg, Röttingen und der VSG ausgespielt. Im ersten Spiel setzte sich Hammelburg knapp mit 2:1 gegen Röttingen durch. Im darauffolgenden Spiel trat die VSG gegen Röttingen an. Von Beginn an zeigte die VSG einen konstanten Spielaufbau und bewies ein ums andere mal ihre Netzhoheit. Zu keiner Zeit konnten die Röttinger Jungs der VSG gefährlich werden, ein souveräner 2:0-Sieg war die Folge.

Im dritten Spiel ging es für beide Vertretungen um den 5. Platz. Die Jungschmiede waren von Beginn an spielbestimmend. Die VSG spielte druckvoll über die Außenpositionen, die Hammelburger fanden einfach keine Mittel um Lamberti und Hanstein zu kontrollieren. Die Angriffe der Hammelburger landeten entweder im Block oder in der gut positionierten Feldabwehr um Libero Engel, die wiederum in erfolgreiche Gegenangriffe verwandelt wurden. Ein deutliches 2:0 war die Folge.

Mit diesen beiden souveränen Siegen beendeten die VSG-Jungs ein abwechslungsreiches Turnier. Sicher wurden einige Ziele nicht erreicht, aber die VSG-Jungs konnten mit erhobenen Haupt den Heimweg antreten.

 

 

Text: René Michael

Foto: privat