VSG Coburg/Grub holt Turniersieg bei hochklassigem Heimturnier!

Am Ende fühlte man sich an das Jahr 2013 zurückerinnert, als die VSG sensationell den Aufstieg in die 1. Bundesliga schaffte. Nach drei Spielen gegen den tschechischen Erstligisten VK Karlovarsko und die beiden Ligakonkurrenten United Volleys Rheinmain und den VC Mitteldeutschland blickte man bei Trainern, Spielern, Verantwortlichen, Sponsoren und bei vielen begeisterten Fans in zufriedene Gesichter.

Die grüne Schmiede präsentierte sich das ganze Wochenende in neuem Glanz. Stumpfe Waffen, wie man sie in den Vorjahren oft gesehen hatte, scheint es bei den neuen Hausherren in der Schmiede nicht zu geben. Es sieht so aus, als dass Trainer Itamar Stein aus vielen Spielern, die andere Trainer als riskantes Roheisen oder gar als Alteisen ansahen, neuen Stahl geschmiedet hat.

VSG-Presssprecher André Dehler: „Der Sieg beim Heimturnier ist natürlich ein großer Erfolg für unser neuformiertes Team. Die Mannschaft ist in den ganzen Spielen wie eine Einheit aufgetreten und hat aufgrund ihres Altersdurchschnitts von 22,9 Jahren ein riesiges Potential. Nach diesem Wochenende freue ich mich auf den Saisonstart!“

Die Vestestädter begannen das Turnierwochenende mit einem Samstagabendspiel in der Pestalozzihalle. Gegner war der tschechische Erstligist VK Karlovarsko. Die Erfolgsschmiede Stein und Pohl schickten von der Trainerbank die vermeintlich stärkste Startaufstellung ins Rennen. Von Beginn an war die VSG tonangebend und die Hammerschläge von Kostolani & Co trafen ein ums andere Mal den Hallenboden in der Pestalozzihalle. VSG-Urgestein Torsten Spiller, der an diesem Abend als Hallensprecher fungierte bemerkte treffend, dass es vor 5 Jahren, als man zuletzt in der „Hölle Nord“ spielte, deutlich weniger Tempo auf dem Feld zu sehen war. Auch von den Fans wurde das dynamische und variantenreiche Spiel mit Begeisterung verfolgt.  Nach drei Sätzen siegte die VSG dann mit einem klaren 3:0.

Am Sonntagfrüh um 11:00 Uhr ging das Turnier dann in der HUK-Coburg arena weiter. Die VSG traf hier auf den Ligakonkurrenten CV Mitteldeutschland. Trainer Itamar Stein setzte in diesem Spiel auf die Youngsters in der Startaufstellung und gönnte seinen Nationalspielern Katzenelson (ISR), Kostolani (SK) und Mauler (CZE) eine Auszeit. Das VSG-Team um den jungen polnischen Spielmacher Wojciech Kwiechien zeigte sich von Beginn voller Selbstbewusstsein und die Zuschauer sahen einen ausgeglichenen ersten Satz. Leider verhinderten am Ende des ersten Satzes zwei unglückliche Aktionen den Satzgewinn, sodass die Gäste mit 25:23 die Oberhand behielten. Im zweiten Durchgang drehten die Jungschmiede aus Coburg den Spieß allerdings um und konnten ihrerseits mit 25:22 gewinnen. Im entscheidenden dritten Satz konnte man am Ende aber dann doch das Fehlen der erfahrenen Spieler im Team merken und die VSG unterlagt knapp mit 1:2 Sätzen.

Trainer Itamar Stein: „Wir hatten drei Spiele in 22 Stunden, da muss man seinen Spielern auch mal eine Erholungsphase können. Gegen Mitteldeutschland habe ich den jungen Spielern eine Chance gegeben und sie haben ihre Sache sehr gut gemacht. Möglicherweise hat diese Entscheidung dann zum Turniersieg beigetragen, weil unsere Spieler im letzten Spiel noch etwas frischer waren als die Gegner!“

Das dritte Spiel gegen die United Volleys RheinMain zeigte zwei Sätze lang Volleyball auf höchstem Niveau. Beide Teams agierten mit vielen langen Ballwechseln, ,starken Blöcken und kraftvollen Angriffsschlägen und begeisterten damit die Zuschauer.  Schon der erste Ballwechsel, als der Ball 15-Mal das Netz überquerte, war ein echtes Highlight.

VSG-Kapitän Noah Baxpöhler: „Das war wohl mein erstes Spiel, bei dem ich nach einem Punkt eine Verschnaufpause brauchte!“

Im weiteren Spielverlauf konnten beide Teams zu spektakulären Punkten kommen und es gab viele Abwehraktionen zu bestaunen. Nachdem jede Mannschaft einen der ersten beiden Sätze für sich entschieden hatte, musste wieder der dritte Satz über Sieg und Niederlage entscheiden. In diesem Satz bewiesen die Schmiede eisernen Willen und Nerven wie Drahtseile und konnten so am Ende mit 25:16 gewinnen, was zugleich den Turniersieg bedeutete.

Endstand:

  1. VSG Coburg/Grub 2 Siege 6:3 Sätze
  2. CV Mitteldeutschland 2 Siege          4:5 Sätze
  3. United Volley RheinMain 1 Sieg 5:4 Sätze
  4. VK Karlovarsko 1 Sieg 3:6 Sätze

 

Für die VSG spielten: Lubos Kostolani, Milan Hrinak, Woijciech Kwiechien, Dylan Davis, Lukas Schattenberg, Max Kessel, Leonhard Tille, Noah Baxpöhler, Ariel Katzenelson

Es fehlte: Tom Weber (krank)

Trainer: Itamar Stein

Co-Trainer: Volker Pohl

 

Text: André Dehler

Foto: Jürgen Teuber