VSG Coburg/Grub mit verdientem Sieg gegen KW!

Das Bundesligateam der VSG Coburg/Grub schafft im ersten Heimspiel direkt den ersten Saisonsieg. Im Vorfeld der Saison gab es einige Kritik an den Verantwortlichen der Grünen, die von der vergangenen auf diese Saison fast das komplette Team ausgetauscht haben. Geschäftsführer Jürgen Teuber bezeichnete diesen Schritt bereits zu Amtsantritt als zwingend nötig, um eine professionelle Arbeit im sportlichen Bereich zu ermöglichen. Nun ernte die VSG bereits im ersten Heimspiel die ersten Früchte für diese mutige Entscheidung.

Zudem zeigt Trainer Itamar Stein bei seiner ersten Trainerstation, dass er das Zeug für eine lange erfolgreiche Trainerlaufbahn hat. Der Israeli schaffte es innerhalb von knapp drei Monaten aus 12 Einzelspielern ein Kollektiv zu machen, dass sich gegenseitig auch in schwierigen Situationen unterstützt. Das erfrischende Auftreten der Schmiede beim 3:1-Sieg in der Arena war nicht nur den VSG-Verantwortlichen, sondern auch vielen treuen Fans sehr positiv ins Auge gefallen.

Der erste Satz begann recht ausgeglichen. Die VSG-Annahme um den 19-jährigen Libero Leonard Tille stand sicher und so konnten die Angreifer der Vestestädter die schnellen Zuspiele von Spielmacher Ariel Katzenelson meist erfolgreich im gegnerischen Feld unterbringen. Die Mannschaft wurde von den Fans zusätzlich nach vorne gepeitscht. Am Ende des ersten Satzes freute sich die gesamte Arena über einen 25:21-Satzgewinn für das Heimteam.

In Satz Zwei knüpfte die Mannschaft von Trainer Stein zunächst dort an, wo man im ersten Durchgang aufgehört hatte. Zur Satzmitte änderte der Gegner aus Königswusterhausen allerdings seine Aufschlagtaktik und setzte die VSG-Annahme vor allem mit Flatteraufschlägen unter Druck. Die Taktik ging auf und bis die VSG sich neu eingestellt hatte, waren die Gäste bereits 4 Punkte enteilt. Die neuen Schmiede ließen sich allerdings nicht entmutigen. Am Satzende war es Lubos Kostolani, der mit drei starken Aufschlägen sein Team nochmal auf 23:24 heran brachte. Leider verfehlte sein vierter Aufschlag die Grundlinie nur um wenige Zentimeter, so dass der zweite Satz knapp mit 23:25 an die Netzhoppers ging.

Nach der 10-minütigen-Pause brachte Trainer Stein Timon Schippmann für Milan Hrinak in die Annahme. Weiterhin schenkten sich beide Teams nichts und es ging Kopf-an-Kopf von Punkt zu Punkt. Zur zweiten technischen Auszeit gelang der VSG Coburg/Grub dann einen Vorsprung von 4-Punkten zu erspielen (16:12). Diesen verteidigte man mit guten Blockaktionen bis zum Satzende. Mit 25:20 und einer 2:1-Satzführung gingen die Hausherren in den vierten Satz.

Im abschließenden vierten Durchgang überzeugte die VSG nun mit einer unglaublich positiven Körpersprache. Fehler wurden sofort weggesteckt und der Fokus auf den nächsten Ballwechsel gelegt. Die Aktionen der VSG zeigten nun welches Selbstvertrauen das junge Team in seine Fähigkeiten hat. Der Druck auf den Gegner durch harte Sprungaufschläge wuchs stetig und die Berliner Vorstädter scheiterten nun einige Male beim Versuch ihre Angriffsbälle unterzubringen.  Libero Leonard Tille lief in dieser Phase zur Höchstform auf, er zeigte in der Abwehr einige spektakuläre Rettungsaktionen und stand in der Annahme fest wie geschmiedeter Stahl. Trotz vieler Wechsel von Gästetrainer Mirko Culic konnten die Netzhoppers in dieser Phase nicht zurück ins Spiel finden.

Am Ende siegte die VSG mit 25:14 im letzten Satz überaus deutlich gegen den Dauerrivalen aus Königswusterhausen. Die ersten drei Punkte lassen die VSG Coburg/Grub in der Tabelle nach oben klettern, die Netzhoppers hingegen stehen mit 0 Punkten aus drei Spielen am Tabellenende der 1. Bundesliga.

Trainer Itamar Stein: „Der Sieg heute war sehr wichtig für den ganzen Verein. Wir wollten zeigen, dass unser Team nicht nur konkurrenzfähig ist, sondern, dass wir spielerisch zur letzten Saison einen Schritt nach vorne gemacht haben. Er ist auch wichtig für das Selbstvertrauen mit dem wir in unser nächstes Auswärtsspiel gegen Mitteldeutschland gehen. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dieser Mannschaft noch viele Siege feiern werden!“

Teammanager Michael Dehler: „Das Team ist heute wie eine Einheit aufgetreten und auch die Spieler von Bank haben sich nahtlos ins Spiel eingefügt. Ich kann unserem Trainer nur gratulieren, welchen Teamgeist er in 3 Monaten bei den Jungs entfacht hat!“

 

Text: André Dehler

Foto: Zwei k. fotografen (weitere Fotos auf: https://www.facebook.com/vsg2001/)