VSG Coburg/Grub: Nürnberger geht, Schattenberg kommt!

Weiter geht es im Personalkarussel der VSG Coburg/Grub. Hans-Peter Nürnberger wird den Volleyballbundesligisten VSG Coburg/Grub ebenfalls verlassen. Der 30-jährige Nürnberger hatte sich bereits 2010 in der Regionalliga der VSG angeschlossen und konnte zusammen mit Benjamin Kucera den Aufstieg bis in die 1. Bundesliga schaffen. In der letzten Saison kam Nürnberger nach der Verletzung von Itamar Stein mehrmals auf der Diagonalposition zum Einsatz. „Mein Herz hängt natürlich an der VSG. Ich verbinde viele schöne Erinnerungen mit Coburg und der Kontakt wird sicherlich noch lange erhalten bleiben. Die Belastung durch Beruf, Trainings und Spiele unter der Woche sind in der 1. Bundesliga allerdings sehr hoch, so dass ich mich nun entschieden habe in die 2. Bundesliga nach Eltmann zu wechseln!“

Die VSG Coburg/Grub wünscht „Hansi“ viel Erfolg beim unterfränkischen Zweitligisten, bei dem er mit seine ehemaligen Mannschaftkollegen Sven Kellermann, Johannes Engel, Nikola Poluga und Thiago José Welter die Volleyballschuhe schnüren wird. Es ist geplant in der Vorbereitung auf die kommende Saison beider Teams ein öffentliches Freundschaftsspiel für die Fans beider Vereine durchzuführen.

Als Ersatz für die Position des Diagonalspielers kommt in der nächsten Saison der 19-jährige Lukas Schattenberg in die Vestestadt.  Lukas Schattenberg spielte in der Jugend des ehemaligen Bundesligisten des Moerser SC, wo er 2013 als 17-jähriger den Sprung ins Bundesligateam schaffte und gleich im ersten Jahr als „Profi“ im DVV-Pokalfinale stand.

Nach dem Rückzug des Moerser SC aus der 1. Bundesliga ging er in die USA, um dort am Missouri Valley College Sport und Biologie zu studieren und schlug in der US-amerikanischen College Liga auf den Volleyball.

 

Steckbrief:

Vorname: Lukas

Name: Schattenberg

Spitzname: Schatti

Alter: 19

Position: Diagonal

Größe: 195cm

Bisherige Vereine:Moerser SC, Missouri Valley College

Motto: Wenn du glaubst, dass du gut bist, wirst du schlecht.

 

Interview:

André Dehler hat mit Lukas Schattenberg nach seiner Rückkehr nach Deutschland gesprochen:

1. Warum hast du dich für die VSG Coburg/Grub entschieden?

Der VSG Coburg bietet jungen Spielern eine Chance sich zu entwickeln und Fuß zu fassen in der 1. Bundesliga. Des Weiteren bietet Coburg auch im akademischen Bereich gute und viele Optionen um sich weiterzubilden. Für mich war es wichtig Leistungssport und akademische Laufbahn vereinen zu können, und dafür ist Coburg genau die richtige Option.

2. Welche Ziele willst du im nächsten Jahr erreichen?

Ich hoffe, dass ich meinen Platz in der Mannschaft schnell finde und ihr so viel wie möglich helfen kann. Die Liga ist meines Erachtens sehr stark in dieser Saison ich glaube jedoch nicht, dass wir uns verstecken müssen.  Ich hoffe wir können die großen Vereine das ein oder andere mal ärgern.

3. Wer hat dich zum Volleyball gebracht und wie alt warst du?

Mein Vater, Martin Schattenberg, hat in der Grundschule eine AG angeboten wo der Volleyball Sport vorgestellt wurde.  Seitdem kann ich mir ein Leben ohne Volleyball nicht mehr vorstellen. Mein Vater war auch Trainer meiner Jugendmannschaft. Ich war in der 4. Klasse d.h. ich war 11 Jahre alt.

4. Kennst du deinen neuen Trainer Itamar Stein bereits?

Ja ich kenne Itamar bereits aus unserer gemeinsamen Saison in Moers und freue mich darauf ihn wiederzusehen bzw. unter ihm zu trainieren.

5. Was macht Volleyball zur besten Mannschaftssportart der Welt?

Meiner Meinung verbindet Volleyball alles was ein guter Teamsport braucht. Neben körperlicher Fitness sind auch Technik, Präzision und Teamgeist entscheidend. Das Team braucht jeden einzelnen Spieler, ich denke das ist etwas was Volleyball als attraktivsten Mannschaftssport auszeichnet.

6. Was sind deine Stärken und Schwächen?

Ich denke, dass mein technisches Level ganz gut ist, da ich fast alle Positionen in meiner Karriere bereits kennengelernt habe (Mittelblocker war ich nie). Des weiteren gebe ich alles für den Erfolg der Mannschaft. Aus athletischer Sicht, vor allem was Handlungshöhe und Schnelligkeit angeht, denke ich, dass ich noch viel Potenzial habe.

7. Hast du die Spielstätte der VSG (HUK-Coburg arena) schon einmal gesehen?

Ja, als ich mit dem Moerser SC gegen den VSG gespielt habe. Ich war beindruckt von der Atmosphäre und der Stimmung.

8. Weißt du, dass dein Wechsel zur VSG ein Wechsel in die „grüne Schmiede“ ist?

Ja, ich habe von der „Grünen Schmiede“ bereits gehört, die „Schmiede“ kennt wohl jeder Volleyballer in Deutschland!

9. Welche Geschichte, sportlich oder privat, erzählst du gerne von dir?

Ich erzähle gerne, dass ich weder in der Bundesliga noch in der Jugend jemals gegen den VFB Friedrichshafen gewonnen habe.  Mein Team stand zweimal mi Finale der Deutschen Meisterschaft im Jugendbereich (U18; U20) gegen den VFB jedoch haben wir immer knapp verloren. Seitdem ist es ein großes Ziel von mir, einmal gegen den VFB zu gewinnen.

 

Interview: André Dehler

Foto: Privat