VSG-Jungs zeigen gute Leistungen aber belohnen sich nicht

 

Auch dieses Jahr konnte man sich wieder mit mehreren Jugendmannschaften für die Nordbayerischen Meisterschaften qualifizieren. Letztes Wochenende durfte die U18 männlich in Schwaig als Oberfränkischer Vizemeister um den Titel kämpfen. Mit Mömmlingen, dem Gewinner der U16 Meisterschaften des letzten Jahres, Schwaig und Falkenstein in der Gruppe traf man gleich auf zwei favorisierte Mannschaften.

Das erste Spiel durfte man gegen Falkenstein, dem Schwächsten in der Gruppe, spielen. Jedoch verlief der erste Satz nicht gut für die Coburger, die durch viele eigene Fehler im Bereich Zuspiel und Angriff den Satz an den Gegner abgeben mussten. Das konnte man so nicht auf sich sitzen lassen. Nach einer Ansprache von Trainer René Michael ging man deutlich motivierter in den zweiten Satz, in dem man sich bereits am Anfang durch gute Aufschläge und einem bessern Aufbauspiel einen Vorsprung erarbeiten konnte, den man sich bis zum Ende nicht nehmen ließ. Im anschließendem Tie-Break konnte man an diese gute Leistung anknüpfen, und sich den ersten Sieg holen.

Der nächste Gegner hieß Mömmlingen. Bereits im vornherein war klar, dass dies ein sehr schweres Spiel für die VSG wird, jedoch hatte man nichts zu verlieren und mit dieser Einstellung ging man auch ins Spiel. Durch gute Druckvolle Aufschläge und Außenangriffe konnte man die groß gewachsenen gegnerischen Spieler oft ärgern und zu direkten Fehlern zwingen. Nichts desto trotz blieb das Spiel spannend. Keiner konnte sich klar absetzen, jedoch immer mit leichtem Vorteil für die VSG, die ihren Satzball verwerten konnten, und sich so einen Satzgewinnen gegen den späteren Zweitplatzierten sichern konnten. Nun wollte man natürlich die Sensation perfekt machen, und auch den zweiten Satz für sich entscheiden, was anfangs durch einige direkte Aufschlagpunkte auch sehr gut aussah, jedoch konnte Mömmlingen sich zurück ins Spiel kämpfen und sich den 2. Satz sichern. Nun musste man erneut in den 3. und entscheidenden Satz, welchen man knapp mit 12:15 verloren geben musste.

Nach einer kurzen Pause musste man gegen den Gastgeber Schwaig ran, die davor gegen Mömmlingen gewonnen hatten. Gleich am Anfang konnte man sich durch druckvolle Aufschläge eine gute Führung erspielen, jedoch konnten sich die Schwaiger wieder fangen, und letztendlich den Satz für sich entscheiden und die gute Leistung im zweiten Satz beibehalten. So musste man sich klar geschlagen geben und beendete die Gruppenphase mit dem dritten Platz, was bedeutete, dass man nun gegen den zweitplatzierten aus der anderen Gruppe, Memmelsdorf, spielen musste.

Da man sich bereits bei der Oberfränkischen Meisterschaft knapp geschlagen geben musste, wollte man nun endlich mit einem Sieg aus der Partie gehen, um so um die Plätze 1-4 spielen zu dürfen. Allerdings fand die VSG nicht richtig ins Spiel und schenkte dem Gegner durch verschlagene Aufschläge und leichte Fehler dem Gegner zu viele Punkte. Zwar konnte man sich erneut rankämpfen, aber den Satzverlust  nicht verhindern. Im zweiten Satz konnte man gut mithalten, bis es wieder zu einigen unnötigen Fehlern kam, und Memmelsdorf sich absetzen konnte. Nach einer starken Aufholjagd wurde es wieder knapp, aber es reichte wiederum nicht für den Sieg und man musste sich mit 0:2 geschlagen geben.

Am Sonntagmorgen spielte die VSG dann im Überkreuzvergleich im Spiel um Platz 5 gegen die Vertretung aus Feuchtwangen. Anfangs zeigte die VSG ihr Potential, mit zunehmenden Satzverlauf kam Feuchtwangen stärker ins Spiel. Die VSG-Jungs ließen sich davon beeindrucken und hielten in der entscheidenden Satzphase zu wenig entgegen. Großes Manko war der Angriff, der zu selten in direkte Punkte verwandelt wurde. Der zweite Satz zeigte ein ähnliches Bild wie der Vorangegangene, die Spieleröffnung war gute Basis für das Angriffsspiel, welches sich allerdings als viel zu harmlos entpuppte. Somit musste man den Gang um das Spiel um Platz sieben antreten.

Hier gelang es den VSG-Jungs sich wieder mit 2:0 gegen Falkenstein durchzusetzen. Das in diesem Spiel nochmal alles gegeben wurde, zeigte die Verletzung von Diagonalspieler Robin Suffa-Friedel, der bei einer Rettungsaktion unglücklich umknickte.  Das Turnier wurde einigermaßen zufriedenstellend abgeschlossen. Die Befürchtung einiger Spieler, dass stärkere Teams das VSG-Team vorführen würden, bestätigte sich nicht. Eher sollten die VSG-Jungs den leichtsinnig vergebenen Chancen auf bessere Platzierungen nachtrauern.

 

Text: René Michael

Foto: privat