VSG unterliegt nach großem Kampf knapp im Tie-Break!  

 

Die Siegesserie der VSG Coburg/Grub in der 1. Volleyball Bundesliga ist gerissen, dennoch gingen Spieler, Verantwortliche und Fans mit dem Gefühl aus der Arena, auch mit Top-Teams der Liga mithalten zu können.

Der SWP Powervolleys Düren, die am vergangenen Mittwoch noch im Europapokal aktiv waren, nahmen die Schmiede aus Coburg sehr ernst. Durch die derzeitige Form der Coburger sah sich das Spitzenteam aus Düren gewarnt und Trainer Anton Brams war vom ersten Punkt an am Spielfeldrand aktiv und gab Anweisungen an seine Mannschaft. Zur Unterstützung der Gäste war auch der Dürener Fanclub mitgereist und trommelte über 2 Stunden gegen die VSG-Fans in der Arena.

Das Spiel begann direkt mit einem offenen Schlagabtausch. Beide Mannschaften zeigten krachende Angriffsaktionen und wollten den Gegner so beeindrucken. Die Mannschaft von Trainer Itamar Stein kam dabei besser aus den Startlöchern und konnte mit 8:5-Punkten in Führung gehen. Düren kam jedoch mit gutem Blockspiel zurück in die Partie und glich zur Satzmitte wieder aus. Am Satzende zeigte VSG-Diagonalangreifer Lubos Kostolani aber mehrmals seine Klasse und verwandelte den ersten Satzball zum 25:20-Satzgewinn.

Im zweiten Satz zeigten die Powervolleys dann, warum sie berechtigt zu den besten Teams der Liga gehören. Sie nutzten zu Beginn ihre körperliche Überlegenheit im Blockspiel aus und die VSG-Angreifer bekamen vermehrt Probleme ihre Angriffsbälle im gegnerischen Feld unterzubringen. Durch Spielerwechsel und Auszeiten versuchte Trainer Itamar Stein auf seine Mannschaft einzuwirken doch zur Satzmitte lagen die Vestestädter schon schier aussichtslos mit 9:17-Punkten zurück. Die Mannschaft um Kapitän Baxpöhler gab allerdings zu keiner Zeit auf und wartete auf ihre Chance. Düren ließ dann schließlich einige eigene Möglichkeiten liegen den Satz schnell zu entscheiden und die Coburger kämpften sich wieder in den Satz. Als Richard Mauler einen Hinterfeldangriff zum 24:23 im Feld versenkte, hatte die VSG sogar die Möglichkeit mit 2:0-Sätzen in Führung zu gehen. Nachdem Düren den Satzball abgewehrt hatte und mit einem Blockpunkt den ersten eigenen Satzball hatte, entschied eine sehr strittige Szene den 2. Satz zu Ungunsten des Heimteams. Ein gellendes Pfeifkonzert des aufgebrachten VSG-Publikums begleitete Teams und Schiedsrichter in die Kabine.

Nach der Pause gaben die Westdeutschen weiter den Ton an und überzeugten durch solides fehlerfreies Spiel. Jede Nachlässigkeit der VSG Coburg/Grub wurde in dieser Phase eiskalt bestraft und die Gäste holten sich folgerichtig die 2:1-Satzführung.

Im vierten Satz kam die VSG dann allerdings wie Phönix aus der Asche zurück und ins Spiel und der Block und die Feldabwehr liefen zur Höchstform auf. Die Dürener Angreifer konnten in diesem Satz gleich 6-mal von Baxpöhler & Co krachend abgeblockt werden. Das Team von Trainer Itamar Stein spielte wie aus einem Guss und glich mit einem deutlichen 25:16-Satzgewinn zum Satzgleichstand aus.

Zum dritten Mal in Folge musste nun in einem Heimspiel der Schmiede der Tie-Break über Sieg und Niederlage entscheiden. Bis zum Spielstand von 6:6 marschierten beide Mannschaften im Gleichschritt, doch dann konnte das im Schnitt über 2-Meter große Gästeteam die entscheidenden Blockpunkte machen um sich einen 3-Punkte-Vorsprung zu erarbeiten. Trotz aufopferungsvollem Kampfes konnten die Coburger Volleyballer diesmal den Rückstand nicht mehr aufholen und nach zwei Stunden Spielzeit setzte sich der Favorit aus Düren schließlich knapp mit 3:2-Sätzen durch.

Trainer Itamar Stein: „Es ist unsere erste Heimniederlage und natürlich bin ich direkt nach dem Spiel enttäuscht, dass wir knapp verloren haben. Die Mannschaft hat allerdings wieder eine sehr gute Vorstellung abgeliefert und wir hatten Düren am Rande der Niederlage. Wir sollten das Positive aus der Partie mitnehmen, denn wir haben durch die 2:3-Niederlage wieder einen Punkt mehr auf unserem Konto und der kann am Ende sehr wichtig sein!“

VSG-Kapitän Noah Baxpöhler: „Es ist schade, dass wir verloren haben, aber wenn man ehrlich ist dann Jammern wir derzeit auf hohem Niveau. Wir haben gegen eine stark besetzte Dürener Mannschaft verloren. Wir werden das Spiel analysieren und ich bin mir sich, dass wir im nächsten Heimspiel gegen Rottenburg wieder als Sieger vom Feld gehen werden!“

 

MVP’s:
Ariel Katzenelson (VSG Coburg/Grub)
Blair Bann (SWD Powervolleys Düren)
Text: André Dehler

Foto: Zwei k. Fotografen