VSG unterliegt sehr stark aufspielenden Netzhoppers aus KW-Bestensee!

Das hatte sich die Mannschaft von Trainer Itamar Stein und die mitgereisten Fans ganz anders vorgestellt. Anstatt weitere Punkte mit nach Coburg zu nehmen, musste die VSG Coburg/Grub eine klare 0:3-Niederlage einstecken.

Die Coburger konnten im ersten Satz das Spiel offen gestalten und trotz eines kleinen Rückstandes zur Satzmitte schaffte es die Mannschaft um Kapitän Noah Baxpöhler kurz vor Satzende in Führung zu gehen. Leider zeigte das Heimteam nun ihr bestes Volleyball und hatte vor heimischer Kulisse bei den entscheidenden Punkten die besseren Nerven. Am Ende verloren die Schmiede den ersten Satz mit 23:25-Punkten und brachten den Gegner damit ins Spiel.

Im zweiten Satz hatte der VSG-Block große Mühe mit den Angriffen von Matthias Böhme, der wiederholt zum Punkterfolg kam. Zudem hatte Trainer Mirko Culic mit Sebastian Krause einen Neuzugang zur Verfügung, der die Qualität des Heimteams nochmal entscheidend erhöhte. Die VSG-Spieler allen voran Lubos Kostolani versuchten zwar wie in den vergangenen Partien über den Kampfgeist zurück ins Spiel zu finden, doch alle taktischen Umstellungen brachten diesmal nichts ein. Am Ende ging auch der zweite Durchgang an die Hausherren. Im dritten Satz waren die Vestestädter nun völlig von der Rolle und obwohl Bestensee natürlich sehr gut spielte, konnte man die Leistung der VSG in diesem Satz nur als desolat bezeichnen. Nach nur etwas mehr als 70 Minuten Spielzeit musste Trainer Itamar Stein seine dritte Saisonniederlage notieren und hat für die nächsten drei spielfreien Wochen nun einige Punkte an denen er ansetzen muss. Vielleicht ist es für die VSG der Dämpfer zur richtigen Zeit, um die Konzentration für die Rückrunde wieder hoch zu halten.

Trainer Itamar Stein: „Der Knackpunkt war meiner Meinung nach der 1. Satz in dem wir schon 22:20 geführt haben und dann den Satz noch abgegeben haben. Danach kamen Königswusterhausen immer besser ins Spiel und tankten Punkt für Punkt mehr Selbstvertrauen. Wir haben die KW-Neuzugang Sebastian Krause und Mathhias Böhme nicht in den Griff bekommen, KW hat gut gespielt und damit verdient gewonnen!“

Die Niederlage gegen Königswusterhausen ist ärgerlich, allerdings sind die Schmiede aus Coburg mit 15 Punkten weiterhin deutlich über dem Soll und stehen mit sechs Punkten Vorsprung auf die Verfolger auf dem sechsten Tabellenplatz. Dieser Platz würde reichen, um direkt in die Playoff-Spiele zu kommen und damit das Saisonziel auf direktem Wege zu erreichen. Damit die VSG Coburg/Grub diesen Platz gegen die Verfolger aus Bühl und Herrsching verteidigen kann, muss in den nächsten Wochen im Training weiterhin am Limit gearbeitet werden. Trotz der Niederlage in Berlin ist es der VSG allerdings zuzutrauen in der 1. Bundesliga weiterhin eine tragende Rolle zu spielen und auch Spitzenteams zu ärgern. Im Januar warten die Heimspiele gegen die Championsleague-Teilnehmer Berlin (16.01.) und Friedrichshafen (30.01.) auf die VSG Coburg/Grub, die sowohl für das Team als auch für die Fans sehr große Highlights sind.

VSG-Geschäftsführer Jürgen Teuber zieht Bilanz: „Wir haben in dieser Saison sehr viel Freude mit der Mannschaft gehabt. Leider haben sie im letzten Spiel vor Weihnachten ihr Leistung nicht abrufen können und das wird auf diesem Niveau sofort bestraft. Ich bin dennoch sehr zufrieden mit dem Verlauf der Hinrunde und kann mit 15 Punkten und Tabellenplatz 6 prima Weihnachten feiern. Nach intensiven Wochen freue ich mich jetzt auch auf ein paar ruhige Tage mit der Familie und wünsche allen Fans, Sponsoren, Vorstandskollegen und natürlich der Mannschaft und dem Trainerteam ein Frohes Fest.“

 

MVP:
Lubos Kostolani (VSG Coburg/Grub, 50% Punktquote im Angriff)
Matthias Böhme (Netzhoppers-KW Bestensee, 58% Punktquote im Angriff)

Für die VSG spielten:
Katzenelson, Kwiechien, Kostolani, Schattenberg, Thompson, Davis, Baxpöhler, Hrinak, Mauler, Schippmann, Tille

 

 

Text: André Dehler

Foto: Oliver Pieschel